Quartalszahlen von Nvidia heben die Stimmung
Nvidia übertrifft mit seinen Quartalszahlen erneut die Erwartungen und sorgt damit an den Märkten für Rückenwind.

Die Nvidia-Quartalszahlen stehen im Mittelpunkt des Börsengeschehens. Der US-Chipkonzern steigerte Umsatz und Nettogewinn im zweiten Geschäftsquartal deutlich.
Nvidia erzielte 96,2 Milliarden Dollar Umsatz und 59,7 Milliarden Dollar Nettogewinn. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,22 Dollar, berichtet «finanzen.net».
Analysten hatten zuvor durchschnittlich 92,28 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Beim Gewinn je Aktie waren 2,09 Dollar prognostiziert worden.
Ausblick übertrifft die Erwartungen
Für das dritte Quartal stellt Nvidia einen Umsatz von 108 Milliarden Dollar in Aussicht. Selbst das untere Ende der Prognosespanne liegt damit leicht über der bisherigen Konsensschätzung.
Konzernchef Jensen Huang sieht die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiterhin auf hohem Niveau. Die Produktion der neuen Vera-Rubin-Architektur läuft inzwischen auf Hochtouren, schreibt «finanzen.net».

Nvidia gilt mit seinen Rechenzentrumsprodukten als wichtiger Motor des KI-Booms. Die Bilanz gilt deshalb als Gradmesser für die Entwicklung der gesamten Branche, so die «Tagesschau».
Vera Rubin soll weiteres Wachstum ermöglichen
Finanzchefin Colette Kress stellt für das Geschäftsjahr 2027/28 ein Umsatzwachstum von rund 70 Prozent in Aussicht. Rückenwind soll dabei auch von der neuen Vera-Rubin-Plattform kommen.
Die Architektur ist insbesondere für agentische KI und komplexe Rechenprozesse ausgelegt. Bei der sogenannten Inferenz soll Vera Rubin zudem kosten- und energieeffizienter arbeiten.
Gleichzeitig wächst der Wettbewerb im KI-Chipmarkt weiter. AMD, Intel, Broadcom und Marvell entwickeln eigene Lösungen für diesen Markt.
Nvidia-Aktie reagiert positiv
Nach Veröffentlichung der Zahlen geriet die Nvidia-Aktie zunächst unter Druck. Anschliessend drehte sie ins Plus und stieg laut «finanzen.net» um 4,74 Prozent auf 219,53 Dollar.
Auch auf Tradegate waren die Nvidia-Papiere am Donnerstagmorgen stark gefragt. Die Nvidia-Papiere lagen auf Tradegate 5,5 Prozent über dem Nasdaq-Schlusskurs.
Analyst Stacy Rasgon von Bernstein erhöhte sein Kursziel von 315 auf 400 Dollar. Goldman Sachs hob das Kursziel «finanzen.net» zufolge auf 300 Dollar an.
Finanzierungsdeals bleiben umstritten
Trotz der starken Zahlen sorgen Nvidias Finanzierungsaktivitäten weiterhin für Diskussionen. Das «Manager Magazin» berichtet über Kritik an Vereinbarungen zwischen Nvidia und seinen Kunden.
Finanzchefin Colette Kress weist den Vorwurf einer Kreislauffinanzierung zurück. Nvidia will gemeinsam mit Finanzhäusern mehr als 500 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur mobilisieren.
Zu den beteiligten Finanzhäusern gehören unter anderem Goldman Sachs, Apollo, BlackRock und KKR. Die Finanzierungsplattformen sollen Kunden beim Aufbau grosser Rechenzentren unterstützen.
Inflation belastet die Märkte
Gleichzeitig sorgen neue US-Inflationsdaten für einen Dämpfer an den Märkten. Der PCE-Preisindex stieg im Juli um 3,7 Prozent und lag damit etwas über den Erwartungen.
Dies nährte laut der «Tagesschau» Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank. Deutsche-Bank-Chefstratege Ulrich Stephan hält angesichts robuster Konjunktur und hartnäckiger Inflation eine weitere Anhebung bis Jahresende für möglich.

Der DAX wurde vor Handelsbeginn rund 0,2 Prozent höher bei 26'338 Punkten erwartet. Damit rückte der deutsche Leitindex wieder näher an sein Rekordhoch von 26'573 Punkten.












