Mord

    Lange Haftstrafen für Mord an paraguayischem Anti-Drogen-Ermittler

    AFP
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    Kolumbien,

    Im Fall des ermordeten paraguayischen Staatsanwalts Marcelo Pecci sind vier Täter in Kolumbien zu Haftstrafen von jeweils 23 Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

    Der Anti-Drogen-Ermittler Marcelo Pecci im Jahr 2020
    Der Anti-Drogen-Ermittler Marcelo Pecci im Jahr 2020 - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der paraguayische Staatsanwalt Marcelo Pecci wurde in seinen Flitterwochen erschossen.
    • Er war spezialisiert auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität.
    • Vier der Täter wurden jetzt in Kolumbien zu langen Haftstrafen verurteilt.

    Vier von fünf in Kolumbien Festgenommenen bekannten sich schuldig. Dies teilte die kolumbianische Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Bei den Ermittlungen zu dem Fall waren insgesamt fünf Menschen in der nordwestkolumbianischen Metropole Medellín festgenommen worden.

    Auftragsmörder geständig

    Die vier jetzt Verurteilten hatten den Angaben zufolge die Tat gestanden, wie Generalstaatsanwalt Francisco Barbosa mitteilte. Wer hinter dem Auftragsmord steckt, ist aber weiterhin ungeklärt. Den Tätern waren für den Mord umgerechnet etwa 500'000 Euro gezahlt worden.

    Die Polizei präsentiert den Medien fünf Personen, die des Mordes an Marcelo Pecci, Paraguays Staatsanwalt für organisierte Kriminalität und Drogenhandel, angeklagt sind, auf dem Rollfeld eines Flughafens. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa
    Die Polizei präsentiert den Medien fünf Personen, die des Mordes an Marcelo Pecci, Paraguays Staatsanwalt für organisierte Kriminalität und Drogenhandel, angeklagt sind, auf dem Rollfeld eines Flughafens. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Fernando Vergara

    Bei den Verurteilten handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um den Mann, der auf Pecci geschossen hatte, einen weiteren Mann, der für den Transport und andere Vorbereitungen des Verbrechens zuständig war, sowie eine Frau und deren Sohn, die Pecci und dessen Ehefrau beschattet hatten.

    Vor den Augen seiner schwangeren Frau erschossen

    Der 45-jährige Anti-Drogen-Ermittler war am 10. Mai am Strand der Karibikinsel Barú nahe der Stadt Cartagena erschossen worden. Er verbrachte dort mit seiner schwangeren Frau, der kolumbianischen Journalistin Claudia Aguilera, die Flitterwochen.

    pecci
    Marcelo Peccis Leben nahm ein brutales Ende: Der Ermittler wurde in seinen Flitterwochen erschossen. - Jorge Saenz/AP/dpa

    Pecci war auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität spezialisiert. Der Mord an dem Staatsanwalt hatte in Paraguay einen grossen Schock ausgelöst, in der Hauptstadt Asunción demonstrierten tausende Menschen.

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