Mehrere Rebellen der kolumbianischen ELN-Guerilla getötet
Bei einem Militäreinsatz gegen die kolumbianische Guerillaorganisation ELN sind nach Angaben von Präsident Abelardo de la Espriella zehn Rebellen getötet worden. «Der härteste Schlag gegen die ELN in den vergangenen acht Jahren!», teilte der Staatschef mit.

Die Operation «Ónix» fand in einer ländlichen Region des Departments Cauca im Südwesten des Landes statt. Unter den Getöteten seien zwei führende Kommandeure der Organisation gewesen. Die Sicherheitskräfte hätten zudem sieben Gewehre, eine Pistole und zwei Granaten beschlagnahmt.
«Ich werde Ihnen nicht sagen, dass die Bedrohung durch die ELN mit einer einzigen Operation endet», erklärte de la Espriella. «Diese Drogen-terroristischen Organisationen können sich neu organisieren, aber heute haben sie einen deutlichen, wichtigen und grundlegenden Schlag erlitten. Unsere Sicherheitskräfte werden weiter vorgehen, um zu verhindern, dass sie ihre kriminelle Handlungsfähigkeit wiedererlangen.»
Der Anfang August angetretene Präsident verfolgt einen deutlich härteren Kurs als sein linksgerichteter Vorgänger Gustavo Petro. Dieser hatte unter dem Schlagwort «Paz Total» («Totaler Frieden») versucht, mit verschiedenen bewaffneten Gruppen zu verhandeln. Ein entscheidender Durchbruch blieb jedoch aus.
De la Espriella hatte nach seinem Amtsantritt angekündigt, alle bewaffneten Gruppen künftig, als Terroristen zu behandeln. Damit setzt seine Regierung stärker auf militärischen und strafrechtlichen Druck statt auf politische Verhandlungen. Zu den wichtigsten bewaffneten Akteuren des Landes gehören neben der ELN auch FARC-Dissidenten und der Golf-Clan, eine mächtige kriminelle Organisation, die vor allem im Drogenhandel aktiv ist.














