Gericht

    Kryptowährungs-Unternehmer wegen Betrugs vor New Yorker Gericht

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Der Kryptowährungs-Unternehmer Do Kwon wurde wegen Betrugs einem New Yorker Gericht vorgeführt.

    Montenegro Cryptocurrency
    Der Südkoreaner Do Kwon wurde Anfang Februar 2024 von Montenegro an Südkorea ausgeliefert. - keystone

    Nach der Auslieferung des südkoreanischen Kryptowährungsunternehmers Do Kwon an die USA ist er am Donnerstag einem Bundesrichter in New York vorgeführt worden. Der Richter eröffnete ein Verfahren wegen Betrugs und Geldwäsche gegen den 33-Jährigen.

    Er war fast ein Jahr lang vor den Behörden der USA und Südkoreas auf der Flucht gewesen. Bei einem Schuldspruch in allen neun Anklagepunkten droht ihm eine Verurteilung zu bis zu 130 Jahren Haft.

    Kwon müsse sich wegen der betrügerischen Täuschung von Anlegern über den wahren Wert seines Kryptowährungsunternehmens Terraform Labs verantworten, erklärte US-Justizminister Merrick Garland. Demnach hatte Kwon Anleger um insgesamt mehr als 40 Milliarden Dollar gebracht. Die Kryptowährung Terra war im Mai 2022 zusammengebrochen.

    Wegen des Betrugs wird auch in seinem Heimatland gegen Kwon ermittelt. Sein Geschäftspartner, von dem nur die Initialen J. C. H. mitgeteilt wurden, wurde Anfang Februar 2024 von Montenegro an Südkorea ausgeliefert.

    Flucht von Südkorea über Singapur nach Montenegro

    Kwon war der Chef und Mitgründer des Startups Terraform Labs mit Sitz in Singapur, das die Kryptowährungen TerraUSD und die Schwesterwährung Luna herausgab. Der Unternehmer gab die beiden Währungen als sogenannte Stablecoins aus, die an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind, um starke Wertschwankungen zu verhindern. In Wirklichkeit sicherte Kwon seine Kryptowährungen aber nicht mit sicheren Anlagen wie Staatsanleihen ab.

    Beide implodierten im Mai 2022, Terraform Labs ging pleite und Kwon setzte sich ab. Südkorea hatte daraufhin Interpol angerufen, um Kwon zur weltweiten Fahndung in 195 Interpol-Mitgliedsstaaten ausschreiben zu lassen.

    Kwon floh von Südkorea über Singapur nach Montenegro. Dort wurde er im März 2023 am Flughafen der Hauptstadt Podgorica festgenommen, als er mit einem gefälschten costaricanischen Pass nach Dubai fliegen wollte. Bei seiner Festnahme gehörte Kwon zu den weltweit meistgesuchten mutmasslichen Wirtschaftskriminellen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3731 (nicht angemeldet)

    Soviel zu Seriosität von Kryptowährungen. Die ist eigentlich nur herbei geschrieben.

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Terra-Luna
    bitcoin
    1 Interaktionen
    An Südkorea
    do kwon
    Weltweit gesucht

    MEHR IN NEWS

    Salt
    12 Interaktionen
    «Verpflichtet»
    Art Basel Paris
    3 Interaktionen
    Art Basel Paris
    sdfsd
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR GERICHT

    1 Interaktionen
    St. Gallen
    5 Interaktionen
    «Vernachlässigt»
    Brian
    1'052 Interaktionen
    Brian enttäuscht

    MEHR AUS USA

    John Anderson
    Country-Legende
    Zwischenwahlen USA
    1 Interaktionen
    Washington/Gainesville
    melania
    7 Interaktionen
    Washington
    Apple Music
    3 Interaktionen
    Made by Sound