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Kolumbien: Präsident Petro stärkt Position im Parlament

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Kolumbien,

Aus der Parlamentswahl in Kolumbien ist das linke Bündnis von Präsident Gustavo Petro als stärkste politische Kraft hervorgegangen.

Gustavo Petro
Gustavo Petro, Präsident von Kolumbien. (Archivbild) - keystone

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen lag der «Pacto Histórico» im Senat deutlich vorn, wie die Wahlbehörde des südamerikanischen Landes mitteilte. Auch im Repräsentantenhaus zählt das Bündnis zu den grössten Kräften.

Im Senat kam Petros Bündnis nach vorläufigen Ergebnissen auf rund 23 Prozent der Stimmen und lag damit vor der rechtskonservativen Partei «Centro Democrático» des früheren Präsidenten Álvaro Uribe mit rund 16 Prozent. Auch im Repräsentantenhaus gehören die beiden Parteien zu den stärksten Kräften, wobei die genaue Zusammensetzung dort zunächst noch ungewiss war.

Parallel wurden parteiübergreifende Vorwahlen dreier Bündnisse zur Auswahl ihrer Präsidentschaftskandidaten abgehalten. Die konservative Senatorin Paloma Valencia ging daraus als eine der aussichtsreichsten Anwärterinnen für die erste Runde der Präsidentenwahl im Mai hervor. Sie erhielt rund 45 Prozent der bei den Vorwahlen abgegebenen Stimmen. Auf den Stimmzetteln stand am Sonntag jedoch nicht der bislang in Umfragen führende linke Anwärter Iván Cepeda, der bereits im Oktober von seiner Partei nominiert worden war.

In Kolumbien findet die Parlamentswahl traditionell vor der Präsidentenwahl statt und gibt einen ersten Hinweis darauf, wer im anschliessenden Präsidentschaftsrennen die besten Chancen haben dürfte. Eine eindeutige Mehrheit erzielte den vorläufigen Ergebnissen zufolge aber keine Partei, weshalb auch der künftige Präsident auf Koalitionen angewiesen sein wird. Das politische Spektrum in Kolumbien gilt als stark zersplittert.

Insgesamt werden 103 Sitze im Senat sowie 183 Mandate im Repräsentantenhaus neu vergeben. Der neue Kongress tritt für die Amtszeit von 2026 bis 2030 zusammen. Rund 41 Millionen Bürger waren zur Wahl aufgerufen, wobei etwa die Hälfte der registrierten Wähler ihre Stimme nicht abgab.

Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage, wachsender Kriminalität, wirtschaftlicher Herausforderungen und tiefer politischer Polarisierung statt. Die Stimmung in dem südamerikanischen Land ist seit Monaten aufgeheizt. Im Juni vergangenen Jahres wurde der konservative Senator Miguel Uribe Turbay bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Hauptstadt Bogotá angeschossen und erlag später seinen Verletzungen. Die Präsidentenwahl findet am 31. Mai statt. Sollte kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen, folgt am 21. Juni eine Stichwahl.

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