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    Kalifornien spricht Familie über 7,5 Millionen Franken zu

    Raphael Wyder
    Raphael Wyder

    USA,

    Ein kalifornisches Gericht hat einer Familie 7,75 Mio. Franken an Schadenersatz zugesprochen, nachdem sie von der Polizei ungerecht festgehalten worden war.

    San Mateo County Sheriffs
    Fahrzeuge des San Mateo County Sheriffs. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Gericht in Kalifornien hat einer Familie ein saftiges Schmerzensgeld zugesprochen.
    • Aasylei Loggervale und ihre beiden Töchter erhalten insgesamt 7,75 Millionen Franken.
    • Im September 2019 wurde die Familie von der Polizei unrechtmässig festgehalten.

    Im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Gericht einer afroamerikanischen Familie ein Schmerzensgeld in der Höhe von 7,75 Millionen US-Dollar zugesprochen. Aasylei Loggervale und ihre beiden Töchter wurden im September 2019 unrechtmässig von Polizisten festgehalten. Wie kam es dazu?

    Die dreiköpfige Familie war von Las Vegas, Nevada, aus auf dem Weg zum Berkeley City College in Kalifornien. Die ältere Tochter musste an der Schule eine Statistikprüfung ablegen. Während der neunstündigen Fahrt machten sie Rast auf dem Parkplatz eines Starbucks im kalifornischen Castro Valley.

    Die Situation eskalierte, als zwei Beamte der Alameda County Police sich der Familie näherten. Sie teilten ihnen mit, dass sie eine Reihe von Autoeinbrüchen untersuchten, die auf demselben Parkplatz stattgefunden hatten. Die Polizisten zogen Aasylei daraufhin aus dem Auto und legten alle drei Familienmitglieder in Handschellen.

    Polizisten haben laut interner Untersuchung «nichts falsch gemacht»

    Die Frauen wurden eine Stunde lang im Streifenwagen festgehalten, während die Polizei ihr Auto durchsuchte. Auf dem Filmmaterial ist zu hören, wie die Familie mehrfach und unter Tränen fragte, warum sie festgehalten wurden. Ohne eine Erklärung wurden die Loggervales schliesslich freigelassen.

    Hat die USA ein Problem mit Polizeigewalt?

    Als wäre das schon nicht Schikane genug, kam die ältere Tochter auch noch 40 Minuten zu spät zu ihrer Prüfung. Dabei erzielte sie eine Drei, was ihre Einser-Note auf eine Zwei senkte, wie Craig Peters, der Anwalt der Familie, schilderte.

    Nach Angaben von Peters ergab eine interne Untersuchung, dass die beiden Polizisten nichts falsch gemacht hatten. Mittlerweile wurden die beiden gar befördert, wie der Nachrichtensender «KTVU» berichtete.

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