JPMorgan – Banker-Anwalt im Streitfall gegen eine Managerin weg
Im Streit gegen eine Managerin von JPMorgan Chase verliert ein ehemaliger Banker kurz vor Gericht seinen Anwalt – seine Anonymität wird zudem aufgehoben.

Im Rechtsstreit gegen JPMorgan Chase erhebt ein ehemaliger Banker schwere Vorwürfe. Der Mann wirft einer Managerin systematische sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch vor, berichtet die «Berliner Zeitung».
Laut der Klage soll sich der mutmassliche Vorfall über einen längeren Zeitraum im Arbeitsumfeld abgespielt haben.
Der Kläger trat zunächst anonym unter dem Namen John Doe auf. Die Klage wurde im Frühjahr 2026 in New York eingereicht.
Anwalt-Rückzug kurz vor Gericht – Streit um John Doe eskaliert
Kurz vor dem ersten Gerichtstermin zog sich der Anwalt des Klägers überraschend aus dem Mandat zurück. Wie die «Aktien News» berichtet, informierte er das zuständige Gericht über seinen Rücktritt.
Trotz seines Rückzugs erschien der Anwalt dennoch vor Gericht und stellte einen Antrag auf Terminverschiebung. Das Gericht lehnte diesen Antrag jedoch ab und setzte das Verfahren fort.
Die Gegenseite stellte die Anonymität des Klägers unter dem Pseudonym John Doe infrage. JPMorgan und die mitbeklagte Managerin argumentierten, die Identität sei bereits öffentlich bekannt.
Richterin hebt Anonymität auf
Die Richterin entschied schliesslich, dass die Klage unter dem echten Namen neu eingereicht werden muss. Die Anonymisierung sei damit nicht länger gerechtfertigt gewesen.
Gleichzeitig wurde laut Gericht empfohlen, eine mögliche aussergerichtliche Einigung zu prüfen. Damit bleibt offen, ob der Fall tatsächlich vor einem Prozess verhandelt wird.
In der Klage werden schwere Vorwürfe wie sexuelle Nötigung und psychischer Druck erhoben. Laut dem «Focus» bestreitet die beschuldigte Managerin sämtliche Anschuldigungen.
Klage gegen JPMorgan wird unter echtem Namen fortgeführt
Der Kläger war zuvor als Investmentbanker bei JPMorgan Chase tätig. Dies berichtet die «Berliner Zeitung» unter Berufung auf die eingereichten Gerichtsdokumente.
Ein weiterer Bericht nennt mögliche millionenschwere Vergleichsüberlegungen im Hintergrund des Falls. Wie die «Kettner Edelmetalle» schreibt, stehen solche Optionen im Raum, sind jedoch nicht bestätigt.

Das Verfahren wird nun unter dem echten Namen des Klägers weitergeführt. Damit ändert sich die prozessuale Ausgangslage kurz vor der eigentlichen Verhandlung.
















