Iran-Krieg: Deshalb sorgt dieses Bild der US-Armee für Aufsehen
Das US-Militär setzt im Kampf gegen den Iran offenbar neue Waffensysteme ein. Besonders für Aufsehen sorgt ein schwarzer Tomahawk-Marschflugkörper.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Foto zeigt einen ungewöhnlich schwarzen Tomahawk-Marschflugkörper der USA.
- Experten vermuten eine neue Variante mit möglichen Tarnkappen-Eigenschaften.
- Neben dem Marschflugkörper setzen die USA gegen Iran auch neue Raketen und Drohnen ein.
Ein Foto der US-Armee sorgt derzeit unter Militäranalysten für Diskussionen. Auf dem Bild ist ein ungewöhnlich schwarzer Tomahawk-Marschflugkörper zu sehen – möglicherweise eine neue Tarnkappen-Version der bekannten Waffe. Doch alles der Reihe nach!
Der sechs Meter lange Marschflugkörper gehört zu den wichtigsten Langstreckenwaffen der USA. Tomahawks können Sprengköpfe von rund 450 Kilogramm tragen und Ziele in bis zu 2500 Kilometern Entfernung treffen.
Im Krieg gegen Iran erproben die USA nun offenbar eine neue Variante dieser normalerweise grau beschichteten Waffe. Ein vom US-Zentralkommando (Centcom) veröffentlichtes Foto zeigt nämlich den Start eines schwarzen Tomahawk-Marschflugkörpers von einem Kriegsschiff.
Experten vermuten gemäss dem «Spiegel» deshalb, dass es sich um eine neue Variante mit Tarnkappen-Eigenschaften handeln könnte. Eine spezielle Beschichtung könnte Radarstrahlung besser absorbieren und so die Ortung durch feindliche Systeme erschweren. Ältere Tomahawk-Marschflugkörper besitzen diese Ausstattung nicht.
Neue Kurzstreckenraketen mit bis zu 500 Kilometer Reichweite
Neben dieser möglichen neuen Variante setzen die USA bei ihrer Operation «Epischer Zorn» gegen Iran offenbar weitere neue Waffensysteme ein. Darauf deutet ein Video hin, das Centcom veröffentlicht hat. Analysten vermuten etwa den Einsatz der Kurzstreckenrakete Precision Strike Missile (PrSM), die erst seit 2024 im Dienst ist.
Diese wird von einem fahrbaren Raketenwerfer aus gestartet. Die Waffe ist ein Nachfolger der Kurzstreckenrakete ATACMS, die etwa 300 Kilometer weit fliegen können soll.

Beim Nachfolgemodell PrSM verspricht Hersteller Lockheed Martin eine höhere Überlebensfähigkeit und gesteigerte Kampfkraft. Zudem soll die Reichweite gewachsen sein: Nach Angaben des Konzerns können die Raketen mehr als 499 Kilometer zurücklegen.
Für Billigdrohnen hat die USA bei Iran abgeschaut
Bei militärischer Raketentechnologie gelten die USA als führend – bei günstigen Einwegdrohnen waren andere Staaten jedoch schneller. Iran entwickelte früh Kamikazedrohnen vom Typ Shahed-136, die seit 2022 auch im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. Diese Drohnen tragen Sprengladungen und steuern ihre Ziele direkt an.
Im Juli vergangenen Jahres kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth an, eine «Drohnendominanz» anstreben zu wollen. Dafür sollten vor allem günstige Modelle aus US-Produktion beschafft werden. Im Dezember stellte das Pentagon eine Drohne vor, die sich an der iranischen Shahed-136 orientiert und bis zu sechs Stunden in der Luft bleiben kann.
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Der Stückpreis liegt laut den Angaben der US-Armee bei rund 27'000 Franken – deutlich weniger als bei einem Tomahawk-Marschflugkörper, der mehrere Millionen kostet. Genau diese als Lucas-Kamikazedrohnen bekannten Systeme seien nun erstmals im Einsatz gewesen, teilte Centcom mit. Die US-Kampfgruppe «Scorpion Strike» habe sie bei Angriffen auf Ziele im Iran eingesetzt.















