In USA tot aufgefundene Saudi-Araberinnen begingen Suizid

Keystone-SDA
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USA,

Rotana Farea (†23) und Tala (†16) wurden in New York tot aufgefunden. Die Saudi-Araberinnen begingen Suizid.

Die Skyline von New York.
In New York wurden zwei Frauen aus Saudi-Arabien tot aufgefunden. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Saudi-Araberinnen haben in New York Suizid begangen.
  • Die Schwestern waren vor ihrem Elternhaus in Saudi-Arabien weggelaufen.

Der Tod zweier Schwestern aus Saudi-Arabien in New York ist nach Angaben der Gerichtsmedizin aufgeklärt. Die 23-jährige Rotana Farea und ihre 16-jährige Schwester Tala hätten Suizid begangen, teilte die New Yorker Gerichtsmedizin am Dienstag mit.

Die Leichen der beiden waren Ende Oktober am Ufer des Hudson River in der US-Metropole gefunden worden. Sie waren mit Klebeband an Hüften und Fussgelenken zusammengebunden.

«Mein Institut hat festgestellt, dass der Tod der Farea-Schwestern die Folge eines Suizids war, bei dem sich die jungen Frauen zusammenbanden, bevor sie in den Hudson River sprangen», sagte die Leitern der Gerichtsmedizin, Barbara Sampson.

Asyl in USA?

Nach dem Tod der jungen Frauen hatte ein Polizeibeamter angedeutet, dass die Schwestern Asyl in den USA beantragt hatten. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Gerüchten zufolge soll die saudi-arabische Botschaft in den USA den jungen Frauen und der Familie gedroht haben, sie wegen des Asylantrags nach Saudi-Arabien zurückzubringen. Eine Botschaftssprecherin wies dies als «vollkommen falsch» zurück.

Die Schwestern waren mehrfach von ihrem Elternhaus im US-Bundesstaat Virginia weggelaufen. Seit Ende 2017 lebten sie dort nicht mehr und wurden in einer Notunterkunft untergebracht.

Im August verliessen sie Virginia und gingen nach New York. Dort sollen sie in verschiedenen hochpreisigen Hotels abgestiegen sein und eine Kreditkarte bis zum Limit ausgereizt haben, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Unter Vormundschaft

Demnach soll ein Augenzeuge die beiden vor ihrem Tod nahe des Hudson gesehen haben, wo sie offenbar beteten. Sie hätten angegeben, lieber sich selbst etwas zuzufügen, als nach Saudi-Arabien zurückzugehen, hiess es in den Berichten unter Berufung auf die Polizei.

In dem ultrakonservativen Königreich Saudi-Arabien stehen Frauen unter Vormundschaft ihrer männlichen Verwandten oder ihres Mannes, die an ihrer Stelle wichtige Entscheidungen fällen.

Die Lage für Frauen geriet zuletzt durch den Fall der Saudi-Araberin Rahaf Mohammed wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit, die flüchtete und in Kanada Asyl erhielt.

*** Hier finden Sie Hilfe bei Suizidgedanken: Dargebotene Hand; Suizidprävention Kanton Zürich

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