Harvey Weinstein erneut vor Gericht
Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein steht in New York erneut vor Gericht. 2013 habe der heute 74-Jährige eine angehende Schauspielerin in einem Hotel in Manhattan vergewaltigt, sagte die Staatsanwaltschaft in ihrem Auftaktplädoyer vor Gericht, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Es gehe bei diesem Fall um «Macht, Kontrolle und Manipulation».

Die Anwälte von Weinstein, der auch selbst im Gerichtssaal anwesend war, argumentierten, dass es sich um eine einvernehmliche Beziehung zwischen den beiden gehandelt habe. In den vergangenen Tagen war in dem Verfahren eine Jury ausgewählt worden.
Weinstein war 2020 wegen Vergewaltigung und krimineller sexueller Handlungen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch war 2024 allerdings aufgrund von Verfahrensfehlern überraschend wieder kassiert worden.
Der neu aufgerollte Prozess endete dann im vergangenen Sommer mit einem gespaltenen Urteil und einer zerstrittenen Jury: Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Weinstein schwere Sexualverbrechen an einer Frau begangen habe. In einem weiteren Anklagepunkt der schweren Sexualverbrechen gegen eine zweite Frau befand ihn die Jury für nicht schuldig.
In einem dritten Anklagepunkt konnte sich die Jury nicht einigen – dieser wird nun erneut aufgerollt. 2023 war Weinstein in Kalifornien in einem separaten Strafverfahren zu 16 weiteren Jahren Haft verurteilt worden.














