Fall Guthrie: Polizei hält Angehörige für nicht verdächtig
Im Fall der im US-Bundesstaat Arizona seit Ende Januar vermissten 84-jährigen Nancy Guthrie hat der zuständige Sheriff klargestellt, dass deren Angehörige nicht von den Behörden verdächtigt werden.

«Die Guthrie-Familie – das schliesst alle Geschwister und deren Ehepartner ein – sind als mögliche Verdächtige in dem Fall ausgeschlossen worden», erklärte Sheriff Chris Nanos vom Pima County auf der Plattform X. «Etwas anderes zu suggerieren, ist nicht nur falsch, es ist grausam.» Die Seniorin ist die Mutter der aus dem US-Frühstücksfernsehen (NBC-Show «Today») bekannten Moderatorin Savannah Guthrie.
Dem US-Sender CNN zufolge nahm Nanos mit seinen Aussagen Bezug auf Spekulationen selbst ernannter Online-Detektive oder auch einzelner Medien darüber, inwiefern Angehörige beim Verschwinden der seit gut zwei Wochen vermissten 84-Jährigen eine Rolle spielen könnten. Die Familienmitglieder seien selbst Opfer des Geschehens, stellte Nanos klar – «so einfach ist das».
Laut einem Ermittlungsexperten des Senders spricht diese Freisprechung der Familie von jedwedem Verdacht für mögliche Fortschritte bei den Ermittlungen, da dafür erst einmal genügend Informationen zum Tatgeschehen selbst vorliegen müssten.
Die Tochter hat wiederholt in Videobotschaften eindringlich an den oder die mutmasslichen Entführer appelliert, die herzkranke, auf Medikamente angewiesene Rentnerin freizulassen. Der Fall sorgt in den USA für landesweites Aufsehen. Die Ermittler im Bundesstaat Arizona gehen von einer Entführung aus und suchen nach einem männlichen Verdächtigen, der von einer Videokamera an Guthries Haus aufgenommen wurde.










