Trumps Friedensrat verspricht 5 Milliarden für Gaza

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Trumps Friedensrat verspricht über 5 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau von Gaza. Doch die Hamas muss sich zuvor vollständig entwaffnen.

Trump friedensrat gaza
Trumps Friedensrat verspricht Gaza Milliardenhilfe unter Bedingung der Entwaffnung der Hamas. - keystone

Über Truth Social hat US-Präsident Donald Trump ein Milliardenprogramm für den Gazastreifen angekündigt, wie das «Handelsblatt» berichtet.

Mitgliedstaaten seines Friedensrats hätten mehr als 5 Milliarden Dollar (circa 3,85 Milliarden Franken) für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe zugesagt.

Sollte die Schweiz dem Friedensrat beitreten?

Gleichzeitig sollen Tausende Einsatzkräfte für die Internationale Stabilisierungstruppe und die lokale Polizei bereitgestellt werden. Das Gremium trifft sich am Donnerstag, 19. Februar, erstmals in Washingtonm, schreibt «L'essentiel».

Friedensrat zu Gaza: Eine Bedingung steht über allem

Die Gelder sind jedoch nicht ohne Voraussetzun, schrieb Trump laut «L'essentiel» auf Truth Social. «Ganz entscheidend ist, dass die Hamas ihre Verpflichtung zur vollständigen und sofortigen Entmilitarisierung einhält.»

Hamas-Vertreter hätten der Forderung nach einer Entwaffnung bereits mehrfach eine Absage erteilt, hält der «Tagesspiegel» fest. Die Entwaffnung der Hamas gilt dem US-Friedensplan zufolge als zentraler Schlüssel für eine Nachkriegsordnung in der Region.

Der Friedensrat soll zudem eine palästinensische Übergangsverwaltung unterstützen. Diese besteht aus zivilen Fachleuten ohne Hamas-Verbindungen und soll das tägliche Leben im zerstörten Küstenstreifen regeln.

Mammutprojekt mit Finanzierungslücke

Fünf Milliarden Dollar sind gemessen am tatsächlichen Bedarf nur ein Bruchteil. UN, Weltbank und EU schätzen die Gesamtkosten des Wiederaufbaus laut der «Weltwoche» auf rund 70 Milliarden Dollar.

friedensrat gaza
Gemessen am realen Bedarf sind fünf Milliarden Dollar vom Friedensrat für Gaza nur wenig. - keystone

Politologe Stephan Bierling sieht in Trumps Aussenpolitik grundsätzlich nur «die Show und die Schlagzeilen», zitiert ihn die «Frankfurter Rundschau». Der Präsident springe von einer internationalen Krise zur nächsten, ohne langfristige Lösungen anzustreben.

Das «IPG Journal» weist zudem auf eine strukturelle Schwäche hin: Der Gaza-Friedensplan sei weitgehend ohne den Einbezug der Palästinenser entstanden. Viele Palästinenser sähen darin eine Fortsetzung der Besatzung.

Rivale der Vereinten Nationen?

Der im Januar gegründete Friedensrat wird von Kritikern als gezielte Konkurrenz zu den Vereinten Nationen wahrgenommen, wie das «Handelsblatt» festhält.

Deutschland sowie mehrere europäische Staaten sind bislang nicht Mitglied. Trump hatte laut «IPG Journal» sogar Frankreich mit 200-Prozent-Zöllen auf Champagner und Wein gedroht, weil Macron eine Mitgliedschaft ablehnte.

Ob der Rat mehr erreichen kann als die UN in den vergangenen Jahrzehnten, bleibt offen.

Kommentare

User #6021 (nicht angemeldet)

Frau Baerbock und UNO ist schuld und viel schwächer kommuniziert und zu lange dauert und oft verzögert wird. Schneller debattieren und hart und kein Verzögerungen haben.

User #4512 (nicht angemeldet)

DT und sein Schwiegersohn wollen dabei viel verdienen.

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