In den USA herrscht ein Engpass bei der Versorgung mit Säuglingsmilchnahrung. Jetzt schaltet sich Präsident Joe Biden ein.
Säuglingsnahrung
Eine Mutter füttert ihren Sohn mit Säuglingsnahrung. In den USA herrschen dramatischer Engpässe bei Säuglingsmilchnahrung. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Eltern in den USA suchen verzweifelt nach Säuglingsnahrung.
  • Joe Biden hat sich in der Sache jetzt an die Regierung gewandt.
  • Diese solle für die Verfügbarkeit der Nahrung im ganzen Land sorgen.

Wegen dramatischer Engpässe bei Säuglingsmilchnahrung in den USA hat sich US-Präsident Joe Biden eingeschaltet, um die Versorgung zu gewährleisten. Biden habe die Regierung angewiesen, «dringend dafür zu sorgen, dass Säuglingsmilchnahrung für Familien im ganzen Land sicher und verfügbar ist», sagte seine Sprecherin Jen Psaki.

Jen Psaki Biden Coronavirus
US-Präsident Joe Biden. - dpa

Der Präsident habe dafür am Donnerstag mit Herstellern und Handelsketten gesprochen. Das Weisse Haus teilte mit, aus dem Ausland solle zusätzliche Säuglingsmilchnahrung importiert werden. Die Behörden seien ausserdem dazu aufgerufen, gegen Wucher vorzugehen. Hintergrund der Engpässe ist der Ausfall einer Fabrik des grössten Herstellers von Säuglingsmilchnahrung in den USA.

Psaki: Fabrikschliessung war notwendig

Der Produzent hatte mehrere Produktlinien zurückgerufen, nachdem womöglich wegen bakterieller Verunreinigungen vier Säuglinge erkrankt und zwei gestorben waren. Psaki sagte, die Schliessung der Fabrik sei notwendig gewesen, «um Leben von Babys zu retten». Eine hochrangige Mitarbeiterin der US-Regierung sagte mit Blick auf die verzweifelte Suche vieler Eltern nach Säuglingsmilchnahrung: «Wir sind uns der Frustration von Eltern und Familien durchaus bewusst.»

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