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    Ehemaliger Testpilot sei an Abstürzen der Boeing 737 MAX mitschuldig

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der Boeing-Testpilot soll der FAA Falschinformationen übermittelt haben. Nun wird ihm eine Mitschuld an den beiden Abstürzen der Boeing 737 MAX gegeben.

    Boeing 737 MAX
    Ein Boeing 737 MAX der Turkish Airline. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei zwei 737-Abstürzen sind über 300 Menschen gestorben.
    • Ein Testpilot wird nun beschuldigt, der FAA falsche Informationen gegeben haben.
    • Er war an der Zertifizierung des fehlerhaften Stabilisierungssystems beteiligt.

    Wegen der beiden Abstürze der Boeing 737 MAX ist ein ehemaliger Boeing-Testpilot von einem US-Bundesgericht offiziell der Täuschung beschuldigt worden.

    Der ehemalige technische Chefpilot Mark Forkner habe der US-Flugaufsichtsbehörde FAA «falsche, ungenaue und unvollständige Informationen geliefert. Betroffen sei ein neuer Teil der Flugsteuerung der Boeing 737 MAX» Das erklärte das US-Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit).

    boeing 737 Max
    Eine Boeing 737 Max steht hinter STOP-Schildern. - dpa

    Die 737 MAX wurde im März 2017 zugelassen. Dabei war Forkner die direkte Kontaktperson zwischen dem Flugzeugbauer und der FAA. Laut Dokumenten, die Anfang 2020 veröffentlicht wurden, hatte er damit geprahlt, seine FAA-Kollegen täuschen zu können. Das, um die Zertifizierung für das speziell für die Boeing 737 MAX entwickelte Stabilisierungssystem MCAS zu erhalten.

    Zwei Boeing 737 MAX sind abgestürzt

    Im Oktober 2018 und März 2019 stürzten dann in Indonesien und Äthiopien zwei Maschinen des Typs ab. Insgesamt starben 346 Menschen. In beiden Fällen hatte das MCAS falsche Daten übermittelt.

    Im März 2019 wurde ein weltweites Flugverbot für den früheren Verkaufsschlager von Boeing verhängt. Erst Ende 2020 wurde es nach einer Überarbeitung des Systems wieder aufgehoben.

    Boeing hatte Anfang des Jahres seine Verantwortung für die Abstürze eingestanden und eine Milliardenstrafe akzeptiert, um ein Strafverfahren abzuwenden. Der Konzern stimmte zu, 2,5 Milliarden Dollar Strafe und Entschädigung zu zahlen.

    Im September liess ein US-Richter eine weitere Klage gegen das Unternehmen zu. Die Aktionäre verklagen demnach den Vorstand von Boeing. Weil dieser nach dem ersten Absturz Warnungen bezüglich des Sicherheitssystems MCAS ignoriert habe.

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