Donald Trump & Melania müssen UN-Rolltreppe hochlaufen: Sabotage?

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Nicolas Eggen

    USA,

    Nach Beschwerden von US-Präsident Donald Trump über defekte Technik im UN-Hauptquartier deutet das Weisse Haus Sabotage an – Beweise fehlen jedoch.

    donald trump
    Donald Trump und Melania mussten die Rolltreppe hochlaufen: Das Weisse Haus behauptete, das sei Absicht gewesen. - AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trump hat sich über eine Rolltreppe und einen Teleprompter im UN-Hauptquartier beschwert.
    • Das Weisse Haus wittert eine Verschwörung und spricht von Sabotage.
    • Die Vereinten Nationen wiesen Trumps Darstellung zurück.

    Nach den Beschwerden von US-Präsident Donald Trump über «eine schlechte Rolltreppe und einen schlechten Teleprompter» bei seinem Besuch des UN-Hauptquartiers suggeriert das Weisse Haus, es könne sich um Sabotage handeln.

    Ein Moderator des US-Senders Fox News behauptete im Gespräch mit Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, bei beiden Fällen scheine es sich um Sabotage zu handeln.

    Leavitt stimmte ihm zu: «Das ist definitiv, wonach es für mich aussieht.» Handfeste Beweise dafür präsentierte das Weisse Haus nicht.

    Donald Trump
    Der Republikaner möchte dafür das Budget für Forschung und Entwicklung plündern. (Archivbild) - keystone

    Die Vereinten Nationen hatten die Vorwürfe des US-Präsidenten nach dessen Auftritt vor mehr als 140 Staats- und Regierungschefs in New York bereits zurückgewiesen.

    Trump hatte sich darüber beschwert, dass der Teleprompter bei seiner Rede zunächst nicht funktioniert habe.

    Er monierte zudem eine defekte Rolltreppe im UN-Hauptquartier. Diese sei plötzlich stehengeblieben, als er und seine Ehefrau Melania sie benutzt hätten.

    donald trump
    Das Präsidentenpaar muss auf der Rolltreppe plötzlich laufen. - AP

    «Das sind die zwei Sachen, die ich von den Vereinten Nationen bekommen habe: eine schlechte Rolltreppe und einen schlechten Teleprompter.»

    UN weist Vorwürfe zurück

    Die Vereinten Nationen wiesen Trumps Darstellung zurück. Der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Weisse Haus habe für die Rede von Trump seine eigene Ausrüstung mitgebracht. «Der Teleprompter wurde vom Weissen Haus bedient.»

    Trump
    Trump bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung. - keystone

    Zur Rolltreppe teilte er später mit, ein Kameramann der US-Delegation habe die Ankunft Trumps und seiner Ehefrau dokumentieren wollen, vor ihnen die Rolltreppe betreten und sei rückwärts hochgefahren.

    Als er oben ankam, hätten Trump und die First Lady die Stufen betreten – und just in dem Moment sei die Rolltreppe stehen geblieben.

    Eine Untersuchung zeigte nach Angaben des UN-Sprechers im Anschluss, dass ein eingebauter Sicherheitsmechanismus am oberen Ende der Rolltreppe ausgelöst worden war.

    Der Kameramann habe diese Sicherheitsfunktion womöglich versehentlich ausgelöst, hiess es.

    Gerüchte über absichtliche Störungen

    Im UN-Hochhaus am East River hatten zuvor Gerüchte die Runde gemacht, beide Vorfälle – an der Rolltreppe und beim Teleprompter – könnten mit Absicht herbeiführt worden sein, um Trump Anlässe für Beschwerden über die Vereinten Nationen zu liefern, wo man weitere Kürzungen am US-Beitrag zum UN-Budget befürchtet.

    Leavitt verwies denn auch auf einen Artikel in der britischen «Sunday Times» vom vergangenen Sonntag, in dem es heisst, UN-Mitarbeiter hätten anlässlich der Ankunft Trumps gescherzt, dass sie die Rolltreppen und Aufzüge abschalten und ihm einfach sagen könnten, dass ihnen das Geld ausgegangen sei, sodass er die Treppen hinaufsteigen müsse.

    Handelt sich wirklich um Sabotage?

    Neben Problemen mit der Rolltreppe und dem Teleprompter erwähnte Trumps Sprecherin auch, dass Trumps Rede nicht laut genug zu hören gewesen sei.

    «Wenn man all das zusammennimmt, sieht es für mich nicht nach einem Zufall aus», sagte sie. Auch der Secret Service werde der Sache auf den Grund gehen.

    Leavitt drohte mit Konsequenzen, falls sich herausstellen sollte, dass UN-Mitarbeiter die Vorfälle absichtlich ausgelöst haben sollten.

    Kommentare

    User #251 (nicht angemeldet)

    Ich bin im Prinzip von der Denke wie der Herr Präsident! Bloß bei mir nennt man es Paranoia und beim Präsident Sicherheitsprobleme und vielleicht auch Sabotage!LOL🦩

    User #1963 (nicht angemeldet)

    Vielen Schreiberlingen ist immer noch nicht klar welchen Politischen Schaden sie anrichten.Trump zu ärgern ist nicht sehr klug momentan.Auch Verteidigungspolitisch kann das Milliarden kosten. Drum ...die Schweiz war mal berühmt für ihre Diplomatie...also bitte mässigung.

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