Donald Trump bestreitet Verwicklung im Fall Michael Cohen

    AFP
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump habe seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen nie zum Gesetzesbruch angeordnet. Der Verurteilte behauptet das Gegenteil.

    US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus.
    US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Aussagen nichts mit Cohens Straftaten zu tun. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der ehemalige Anwalt Trumps wurde wegen seiner Wahlkampffinanzierung verurteilt.
    • Beim Prozess zieht er den US-Präsidenten mit in den Dreck. Dieser dementiert die Vorwürfe.

    US-Präsident Donald Trump hat bestritten, in die Gesetzesbrüche seines zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilten Ex-Anwalts Michael Cohen verwickelt gewesen zu sein. Er habe Cohen «nie angewiesen, das Gesetz zu brechen», schrieb Trump heute Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Cohen habe als Anwalt «das Gesetz kennen müssen». Als Anwalt hafte er auch in hohem Masse dafür, «wenn ein Fehler gemacht wird».

    Cohen war am Vortag von einem Bundesrichter in New York unter anderem wegen Verstössen gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verurteilt worden. Dabei ging es um die Schweigegeldzahlungen während des Wahlkampfs 2016 an zwei angebliche frühere Sexpartnerinnen Trumps, die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das ehemalige «Playboy»-Model Karen McDougal. Die Ermittler und der Richter sehen darin illegale Wahlkampfspenden.

    Mit Trump koordiniert

    Cohen sagte nach Angaben der Strafverfolger in seinen Vernehmungen aus, dass er diese Zahlungen «in Koordination mit und im Auftrag» Trumps arrangiert habe und brachte den Präsidenten damit direkt mit dem mutmasslichen Gesetzesverstoss in Verbindung.

    Michael Cohen (r), Ex-Anwalt des heutigen US-Präsidenten Trump, verlässt das Bundesgericht.
    Michael Cohen habe auf Anweisungen von Donald Trump das Gesetz gebrochen. - dpa

    Trump bestritt nun jedoch erneut, dass es sich um einen Gesetzesbruch gehandelt habe. Dabei berief er sich auf «viele» Anwälte, die auf das Wahlkampffinanzierungsrecht spezialisiert seien. «Dies war nicht Kampagnenfinanzierung», twitterte der US-Präsident. Cohen habe seine Geständnisse lediglich gemacht, um eine stark reduzierte Haftstrafe zu erhalten. Dieser Strafnachlass sei ihm dann auch gewährt worden.

    Cohen hatte in seiner Stellungnahme am Mittwoch vor Gericht gesagt, dass er sich von seinem früheren Chef zu Gesetzesbrüchen habe verleiten lassen: Er habe es früher als seine «Pflicht» betrachtet, die «schmutzigen Taten» Trumps zu vertuschen, sagte der 52-Jährige.

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