Alaska, Tejano, ein ewiger Bewerber: Kuriose Midtermswahlen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Hunderte Entscheidungen stehen bei den US-Parlamentswahlen an. Neben den wichtigsten und spannendsten Rennen gibt es auch kuriose, drei Beispiele:

    Wahlen USA Midterms
    Am 2. November 2026, dem letzten Tag der vorzeitigen Stimmabgabe, füllen Wähler im Wahlamt der Stadt Detroit in Detroit, Michigan, USA, ihre Stimmzettel für die Zwischenwahlen aus. - keystone

    Abgekartetes Spiel der Demokraten oder doch reiner Zufall? Wählerinnen und Wähler im nördlichsten US-Bundesstaat können sich neben der Demokratin Mary Peltola zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan und dem Kontrahenten Dan J. Sullivan entscheiden.

    Wegen der Namensgleichheit witterten die Republikaner dahinter eine Finte der Demokraten. Da beide fast den gleichen Namen haben, könnten unaufmerksame Wähler das Kreuz beim falschen Kandidaten setzen – und so Peltola ungewollt zum Sieg zu verhelfen.

    Eine von Präsident Donald Trump in Auftrag gegebene Klage des Justizministeriums gegen den Bundesstaat wurde zwar mittlerweile abgewiesen. Das Ministerium will dennoch daran festhalten und kündigte an, in Berufung gehen zu wollen.

    Medienberichten zufolge soll der politische Neuling Dan J. Sullivan unterdessen seine Heimatstadt Petersburg verlassen haben. Wo er sich zurzeit aufhält, ist unklar.

    In Texas tritt Bobby Pulido, ein im Bundesstaat berühmter «Tejano»-Sänger, für einen Sitz im Repräsentantenhaus an. Der 53-Jährige ist Vorreiter des Genres, das traditionelle mexikanische Musik mit US-amerikanischen Einflüssen und europäischer Volksmusik verbindet.

    Pulido hat zwei Latin Grammys in der Tasche und tritt im Rahmen seines Wahlkampfs unter anderem auf Geburtstagsfeiern auf.

    Der Wahlkreis Rio Grande Valley ist geprägt durch die Stimmen hispanischer Wählerinnen und Wähler. 2024 gewann Trump dort mit 18 Prozentpunkten Vorsprung. Demokrat Pulido stellt die republikanische Amtsinhaberin Monica De La Cruz nun vor Herausforderungen.

    Laut «New York Times» gibt es zwar nur wenige Umfragen zu dem Duell, doch diese deuteten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin.

    De La Cruz (51) steht für strenge Grenzkontrollen und lobt ihre bisherige Bilanz als Abgeordnete des Wahlkreises. Pulido, der als konservativer Demokrat antritt, spricht sich ebenfalls für sichere Grenzen und die Abschiebung krimineller Täter aus.

    Dennoch unterstützt er Ideen, die Migranten zur US-Staatsbürgerschaft verhelfen. Er präsentiert sich als gläubig und Verfechter des Waffenbesitzes.

    Der republikanische Kandidat für den 6. Wahlkreis in Maryland, Robin Ficker, hat eine beeindruckend lange Liste an Kandidaturen hinter sich: für das US-Repräsentantenhaus kandidierte der heute 83-Jährige 1972, 1976, 1980, 1984, 2012 und 2016. 2000 und 2004 bewarb er sich als Senator.

    Zudem kandidierte er 2022 für das Gouverneursamt.

    Im Montgomery County brachte er 25 Initiativen zur Abstimmung. Nach eigenen Angaben kandidierte er seit den frühen 1970er Jahren in jedem Wahlzyklus in Maryland entweder persönlich für ein Amt oder brachte eine Volksinitiative zur Abstimmung.

    Ein Wahlsieg liegt jedoch schon länger zurück: 1978 wurde er in das Abgeordnetenhaus von Maryland gewählt und sass dort bis 1983.

    Vor seiner politischen Karriere war der Republikaner dafür bekannt, bei Sportveranstaltungen Spieler des gegnerischen Teams von der Tribüne aus zu provozieren.

    Der Fan der Washington-Bullets, heute die Washington Wizards, hatte in den 1980er und 1990er Jahren zwölf Jahre lang eine Dauerkarte und galt laut Nachrichtensender CNN als der «berühmteste Sport-Pöbler der NBA».

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