Drei Monate auf See - fünf Menschen vor Kiribati gerettet
Tausende Kilometer Wasser, kein Land in Sicht – und dann doch noch ein Wunder: Nach rund drei Monaten auf dem Pazifik sind fünf Menschen in ihrem Boot nahe der abgelegenen Insel Fanning im Südseestaat Kiribati lebend entdeckt worden.

Unter den Überlebenden sind auch zwei Kinder, wie der australische Sender ABC unter Berufung auf einen Lokalpolitiker im Inselstaat Kiribati berichtete.
Die Gruppe aus insgesamt neun Menschen war am 30. Juli zu einer eigentlich nur einstündigen Überfahrt zwischen den Koralleninseln Murilo und Ruo im Inselstaat Mikronesien aufgebrochen. Unterwegs geriet das Boot in einen Sturm, wurde abgetrieben und verschwand.
Die US-Küstenwache suchte gemeinsam mit Flugzeugen der US-Marine und der Luftwaffe nach den Vermissten. Nach zehn Tagen wurde die Suche ergebnislos eingestellt – Zehntausende Kilometer Seegebiet waren abgesucht worden.
Am Sonntag entdeckten Dorfbewohner auf Fanning plötzlich das Boot und retteten die Insassen. Die Gruppe sei umgehend medizinisch versorgt worden, zitierte die ABC den örtlichen Abgeordneten Kaotitaake Rakoroa.
Er empfahl, die Überlebenden so bald wie möglich zur weiteren Behandlung auf die nahegelegene Insel Kiritimati zu bringen.
Die Geretteten haben den Angaben zufolge bislang nicht öffentlich über ihre Erlebnisse gesprochen und um Wahrung ihrer Privatsphäre gebeten. Was aus den anderen vier Menschen an Bord geworden ist, wurde zunächst nicht bekannt.
In der Region gab es zuletzt weitere dramatische Fälle: Erst vergangene Woche wurde ein 18 Jahre alter Fischer aus Papua-Neuguinea nach 41 Tagen auf See vor Kiribati gerettet. Sein Cousin hatte die Odyssee nicht überlebt.
Im vergangenen Monat waren drei weitere Menschen aus Papua-Neuguinea nach rund 70 Tagen auf See in der Nähe der Insel Kiritimati lebend entdeckt worden.










