Gericht

    Deal: Ex-Unterstützerin kooperiert bei Ermittlungen gegen Trump

    Keystone-SDA
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    USA,

    Eine einstige Trump-Unterstützerin arbeitet im Wahlbetrugsverfahren gegen den Ex-Präsidenten mit den Ermittlern zusammen. Die Wende gilt als bedeutsam.

    Sidney Powell Donald Trump
    Die Anwältin Sidney Powell galt als standhafte Unterstützerin von Donald Trump. (Archivbild) - keystone

    Eine Unterstützerin des früheren US-Präsidenten Donald Trump will in einem Wahlbetrugsverfahren im Bundesstaat Georgia gegen Trump und andere mit der Staatsanwaltschaft kooperieren. Die Anwältin Sidney Powell bekannte sich am Donnerstag vor Gericht mehrerer Vergehen schuldig – darunter Beteiligung an einer Verschwörung zum Wahlbetrug.

    Sidney Powell Trump Gericht
    Sidney Powell (m.) am Donnerstag im Gericht in Atlanta. - keystone

    US-Medien, darunter die «New York Times» berichteten übereinstimmend, das Gericht in Atlanta habe verfügt, dass Powell eine sechsjährige Bewährungsstrafe auferlegt werde und sie eine Geldstrafe von mehreren Tausend Dollar zu zahlen habe. Ausserdem müsse sie ein Entschuldigungsschreiben an die Bürger in Georgia verfassen und in künftigen Verfahren gegen andere Beschuldigte «wahrheitsgemäss» zu dem Fall aussagen.

    Powell ist damit nach einem weniger prominenten Beschuldigten die zweite Person, die in dem Fall einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einging, um einen Prozess und eine mögliche Haftstrafe abzuwenden.

    Überraschende Kehrtwende

    Ihre Kehrtwende kommt überraschend und ist bedeutsam. Powell galt als standhafte Unterstützerin Trumps und soll an diversen wichtigen Gesprächen beteiligt gewesen sein. Ihre Einblicke könnten der Staatsanwaltschaft in der Anklage gegen Trump nützlich sein.

    Sidney Powell Trump Mugshot
    Sidney Powell auf einem Polizeifoto vom 23. August 2023. (Archivbild) - keystone

    In Georgia war Trump gemeinsam mit 18 anderen Beschuldigten – darunter Powell – angeklagt worden wegen seiner Versuche, den Ausgang der Präsidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat umzukehren. Auch auf Bundesebene erging gegen den Ex-Präsidenten in einem separaten Verfahren eine Anklage wegen seiner Einflussnahme auf die Wahl 2020.

    Versuchter Wahlbetrug

    Trump hatte die Wahl damals gegen den Demokraten Joe Biden verloren, unter anderem in Georgia. Er weigert sich aber bis heute, die Niederlage einzugestehen. Stattdessen behauptet Trump, er sei durch massiven Wahlbetrug um einen Sieg gebracht worden.

    Nach der Wahl 2020 hatte der Republikaner auf verschiedenen Wegen versucht, das Wahlergebnis nachträglich zu ändern – unter anderem durch Druck auf politische Verantwortliche im Bund und in Bundesstaaten wie Georgia. Powell hatte in ihrem Fall um ein beschleunigtes Verfahren gebeten – die Auswahl von Geschworenen für ihren Prozess hätte an diesem Freitag beginnen sollen.

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