CDC: Behörde im Fokus der US-Regierung
Der Konflikt zwischen der CDC und der US-Regierung spitzt sich zu. Die Gesundheitsbehörde gerät wegen Impfpolitik und Führung in die Kritik.

Die Centers for Disease Control and Prevention, kurz CDC, sind die führende Gesundheitsbehörde der USA. Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz der Bevölkerung vor Krankheiten und Gesundheitsrisiken, wie «BBC» berichtet.
Diese überwachen Krankheitsausbrüche und unterstützen staatliche Gesundheitsdienste landesweit. Die Behörde spielte eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Covid-19, Impfrichtlinien und Seuchenschutz, so «CNN».
Konflikt mit der Regierung
Der Streit begann mit Führungskrisen und strittigen Impfpolitiken. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., ein bekannter Impfkritiker, entliess in seiner neuesten Attacke Direktorin Susan Monarez.
Das führte zu Protesten und Rücktritten in der Behörde, meldet «AP News». Kennedy kritisiert die CDC für mangelnde Anpassung an die Regierungsvorgaben von Präsident Donald Trump.
Politische Einmischung und Folgen
Die Entlassungen und Kürzungen führten zu Empörung in der Wissenschaftsgemeinschaft, da wesentliche Impfprogramme und Forschung gestoppt wurden, so «CNBC».
Experten warnen, dass politische Einflussnahme die wissenschaftliche Unabhängigkeit der CDC beeinträchtigen könnte. Lawrence Gostin, Professor für Gesundheitsrecht, nennt die Entwicklung eine Gefahr für die Glaubwürdigkeit der US-Gesundheitspolitik, wie «CNBC» berichtet.
Angriff auf das CDC
Anfang August kam es auch zu einem direkten Angriff auf das CDC. Ein Mann schoss auf das Gebäude und tötete einen Polizisten, berichtet «N-tv».

Der mutmassliche Angreifer hatte Medienberichten zufolge zuvor seine Corona-Impfung für seine gesundheitlichen Probleme verantwortlich gemacht. Mitarbeiter hatten sich in einem Brief an Kennedy gewandt und ihm vorgeworfen, er bringe sie mit seinen Behauptungen in Gefahr.
Anschliessend entliess der Politiker jedoch über 600 Personen aus der Behörde, meldet «BBC». Das Chaos stellt die amerikanische Regierung jedoch langsam vor ein Problem, da dies die Impfskeptik Kennedys weiter aufzeigt, schreibt «CNN».