Boeing

    Boeing tritt auf die Kostenbremse

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der US-Flugzeugbauer Boeing reagiert auf den Gewerkschaftsstreik mit einem Einstellungsstopp und Beurlaubungen.

    Boeing holte insgesamt Aufträge von über 176 Passagierflugzeuge herein.
    Die grösste Boeing-Gewerkschaft IAM mit rund 33'000 Beschäftigten war am Freitag in den Streik getreten. (Archivbild) - Omar Marques/SOPA/ZUMA/dpa

    Der US-Flugzeugbauer Boeing greift angesichts des Streiks seiner grössten Gewerkschaft zu einem Einstellungsstopp. Ausserdem werden «viele» Mitarbeiter beurlaubt und Dienstreisen aufs Nötigste reduziert, wie Finanzchef Brian West in einer Mitteilung an die Mitarbeiter ankündigte.

    Der Streik gefährde erheblich die Erholung des Flugzeugbauers, und deswegen müsse Boeing das Geld zusammenhalten, argumentierte er. Zu den weiteren Massnahmen gehört, dass auch das Management nicht mehr Business- und Erste-Klasse-Flüge buchen darf sowie alle mit Beförderungen verbundenen Gehaltserhöhungen ausgesetzt werden. Die Teilnahme an Airshows wird eingeschränkt.

    Die grösste Boeing-Gewerkschaft IAM mit rund 33'000 Beschäftigten war am Freitag in den Streik getreten. Durch die Arbeitsniederlegung ist die Boeing-Produktion rund um Seattle im Nordwesten der USA betroffen, wo unter anderem das Bestseller-Modell 737 und der Langstrecken-Jet 777 gebaut werden. Vor allem bei der 737 ist Boeing bereits im Verzug mit Lieferungen an viele Fluggesellschaften.

    Krise nach Pannenserie

    Boeing steckt nach einer Pannenserie in einer Krise und kämpft mit hohen Verlusten. Nach einem Zwischenfall im Januar, bei dem ein Rumpfteil einer so gut wie neuen Boeing-Maschine kurz nach dem Start herausriss, darf der Konzern bis auf Weiteres nicht die Produktion der 737-Reihe ausbauen.

    Die Gewerkschaft hatte zuletzt 2008 gestreikt. Der Ausstand dauerte 57 Tage und kostete den Konzern nach Analystenschätzungen rund zwei Milliarden Dollar.

    Kosten des Streiks

    Zudem zeichnet sich bereits ab, dass auch eine Einigung mit der Gewerkschaft teuer für Boeing sein wird. Die Gewerkschafts-Mitglieder lehnten vor dem Streik mit einer Mehrheit von rund 95 Prozent eine Vereinbarung ab, die eine Einkommenserhöhung von 25 Prozent über eine Laufzeit von vier Jahren vorsah.

    Die Beschäftigten hatten in den vergangenen Jahren weitgehend Nullrunden akzeptiert, während sich das Leben in der Region verteuerte.

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    Kommentare

    User #4531 (nicht angemeldet)

    Sie hätte früher auf die Gier-Bremse treten sollen. 🤣

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