80 Prozent der LGBTIQ-Personen erleben Diskriminierung

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Grossteil der LGBTIQ-Personen erlebt im Alltag, am Arbeitsplatz oder in der Schule sogenannte Hassverbrechen. 2025 wurden 281 Meldungen verzeichnet.

    Diskriminierung
    Die Diskriminierung von queeren Personen ist im öffentlichen Raum omnipräsent. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über 80 Prozent der LGBTIQ-Personen erleben Diskriminierung oder Gewalt.
    • Im vergangenen Jahr wurden 281 Meldungen verzeichnet.
    • Zwei Drittel davon ereigneten sich im öffentlichen Raum.

    Anti-queere Gewalt und Diskriminierung sind im öffentlichen Raum omnipräsent. Der zum achten Mal von der LGBTIQ-Helpline veröffentlichte Bericht «Hate Crime» verzeichnete für das vergangene Jahr 281 Meldungen. Diese Zahl stelle nur die Spitze des Eisbergs dar.

    Mehr als 80 Prozent der LGBTIQ-Personen hätten bereits Diskriminierung oder Gewalt im öffentlichen Raum erlebt. Das hiess es in der Mitteilung der Helpline vom Freitag. Die Helpline bezieht sich dabei auf eine kürzlich in Genf durchgeführte Studie.

    Im Jahr 2025 hätten sich die Meldungen mit 281 auf hohem Niveau stabilisiert. Im Jahr 2024 war mit 309 Meldungen ein vorläufiger Höchststand erreicht worden.

    Beleidigungen und Belästigungen

    Zwei Drittel der gemeldeten Vorfälle ereigneten sich im öffentlichen Raum. Dabei handle es sich sehr oft um Beleidigungen und Belästigungen, sei es in Form von Worten oder Gesten. Die Meldungen umfassen 52 Fälle von Diskriminierung und 45 Fälle von körperlicher Gewalt.

    Auswirkungen Hassverbrechen
    Hassverbrechen gegen die Queer-Community, die in der Schule oder am Arbeitsplatz begangen werden, haben besonders schwerwiegende Auswirkungen. - keystone

    Fast zwei Drittel der Betroffenen berichteten von psychischen Folgen. «Hate Crime», also Hassverbrechen, die in der Schule oder am Arbeitsplatz begangen werden, haben besonders schwerwiegende Auswirkungen.

    Mit zehn Prozent werde lediglich eine Minderheit der gemeldeten Hassverbrechen bei der Polizei angezeigt, hauptsächlich bei Fällen körperlicher Gewalt.

    Aktionsplan vom Bundesrat

    «Hate Crime» gegen LGBTIQ-Personen bezeichnen bestimmte Beleidigungen und Handlungen. Diese werden gezielt aufgrund der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität oder der Geschlechtsmerkmale einer Person begangen.

    Sie sind durch Hass, Vorurteile oder Ablehnung gegenüber queeren Menschen motiviert.

    Im Januar verabschiedete der Bundesrat einen nationalen Aktionsplan gegen Hassverbrechen an lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intersexuellen und queeren Personen.

    Unterstützt du die LGBTQ+-Gemeinschaft?

    Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai rufen die LGBTIQ-Dachorganisationen dazu auf, die Dunkelziffer zu senken und Fälle unter stophate.ch zu melden.

    Seit 2018 veröffentlicht die LGBTIQ-Helpline jährlich die eingegangenen Meldungen.

    Kommentare

    User #5907 (nicht angemeldet)

    den elefanten im raum solte man nicht ansprechen

    User #5357 (nicht angemeldet)

    So wie alle anderen, nur wird dies nie thematisiert---

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