Lara Stalder: «Meine 4 Legenden»
In der Slapshot-Rubrik «Meine 4 Legenden» spricht Lara Stalder, Captain und Topskorerin des EV Zug, über vier Persönlichkeiten, die sie geprägt haben.

In «Meine 4 Legenden» spricht Topskorerin Lara Stalder über vier Persönlichkeiten, die sie geprägt haben.
1 – Susanna Stalder
Mein Mami ist auch eine meiner besten Freundinnen. Wir haben jeden Tag Kontakt, mit ihr kann ich über alles reden, ich frage sie oft um Rat. Wir haben eine spezielle Beziehung. Schon mit 19 wechselte ich ins Ausland, ab dann wurde das Band zwischen uns enger – zuvor waren wir ab und zu aneinandergeraten.

Mein Mami ist immer die wichtigste emotionale Stütze gewesen, vor allem nach dem Tod meines Vaters, als ich 17 war. Sie war auch bei den Olympischen Spielen in Mailand dabei. Auch mein Bruder war da, er ist ein ganz wichtiger Mensch in meinem Leben. Ich bin Gotti seines Kindes.
2 – Roger Federer
Trotz all seiner Erfolge ist es wohl Roger Federers grösste Leistung: Dass er selbst als Weltstar authentisch und bodenständig geblieben ist. Seinen Anstand und die Souveränität hat er nie verloren. Mit seinem Auftreten auf dem Platz und in der Öffentlichkeit hat Federer mich inspiriert, für mich ist er noch heute der perfekte Botschafter für den Schweizer Sport.

Es war faszinierend, wie er sich mit Rafael Nadal duellierte, die beiden aber Freunde wurden. Ich würde Federer sehr gerne einmal treffen, wäre aber wohl viel zu nervös und würde kaum ein Wort herausbringen.
3 – Daniela Diaz
Daniela war schon vor zehn, fünfzehn Jahren meine Mentorin. Sie hat meine Karriere geprägt, zuerst als Coach bei den ZSC Lions, später im Nationalteam, wo sie gegen Ende auch Managerin war. Auch neben dem Eis ist sie immer für mich da gewesen, sie hat mir unzählige Tipps gegeben und viele Tricks verraten.

In meiner Karriere ist sie ein grosses und wichtiges Puzzleteil, dank ihr habe ich mich laufend weiterentwickelt. Dass Daniela nun in Zug wieder meine Trainerin ist und wir hier etwas Grosses aufbauen können, ist wunderbar. Sie ist fürs Frauen-Eishockey generell sehr wichtig.
4 – Petteri Nummelin
Früher spielte ich noch in der Verteidigung und hatte einen sehr ausgeprägten Offensivdrang. Kein Wunder, war ich sehr von Petteri Nummelin beeindruckt. Er war das Vorbild von mir und meinem Bruder, wir schauten ihm stundenlang zu und versuchten, einiges zu kopieren.

Den Nummelin-Schritt zum Beispiel mache ich heute noch oft, als Kind übte ich ihn Tausende Male. Auch Todd Elik und Duri Camichel haben mich früher fasziniert, aber Nummelin war nun mal der Chef schlechthin an der blauen Linie. Aber zum Lugano-Fan wurde ich deswegen nicht, der EVZ war natürlich meine Nummer 1.








