Das Giessen rettet zwar Pflanzen an trockenen und heissen Sommertagen. Es kann ihnen aber auch schaden, wenn man es falsch macht. Hier sind die Tipps.
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Das Giessen von oben kann den Pflanzen schaden. - Christin Klose/dpa-tmn
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Das Wichtigste in Kürze

  • In trockenen Sommern brauchen Pflanzen oft zusätzliches Wasser.
  • Beim Giessen gilt: Lieber seltener und gut durchfeuchten als häufig und zu wenig.
  • Auch gut: Lieber frühmorgens als abends, lieber nah am Boden als direkt auf die Pflanze.

Gerade Topfpflanzen, aber auch viele Pflanzen im Gartenboden brauchen unsere Hilfe: Wir müssen sie in Trockenzeiten giessen.

Oft aber geben wir ihnen zu viel Wasser in falschen Rhythmen – und verschwenden so die wertvolle Ressource und schwächen obendrein manche Pflanzen.

Lieber seltener, dafür intensiver

Lieber seltener giessen und gut durchfeuchten als häufig und wenig zu giessen – das ist sowas wie das erste Giessgebot im Sommer. Denn Pflanzen stellen sich darauf ein, wenn sie mit täglichen Häppchen versorgt werden.

Gräser zum Beispiel werden verleitet, ihre Wurzeln flacher wachsen zu lassen – also nur bis dorthin, wo das oberflächliche Giessen den Boden befeuchtet.

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In trockenen Zeiten brauchen Pflanzen Wasser-Hilfe zum Wachsen. - Pixabay

Dort sind sie aber in trockenen Zeiten anfälliger – und erst recht darauf angewiesen, dass der Gärtner immer da ist und für Nachschub sorgt. Daher empfiehlt es sich, den Rasen nicht täglich, dann aber alle Tage kräftig zu giessen.

Nachts oder sehr früh morgens giessen

Wer mittags seine Pflanzen giesst, verbrennt sie. Denn Wassertropfen auf den Blättern können in der Sonne wie Brenngläser wirken.

Ausserdem verdunstet an den heissen Stunden des Tages – also ab Mittag bis in den Abend hinein – ein Grossteil des gegossenen Wassers, bevor die Wurzeln der Pflanzen es aufnehmen können.

Auch die frühe Nacht ist an besonders warmen Tagen noch nicht der richtige Zeitpunkt zum Giessen: Dann ist der Boden noch aufgeheizt und es verdunstet ebenfalls viel Nässe.

So ist es ratsam, dem frühen Morgen dem Vorzug vor dem späten Abend zu geben. Wer eine automatische Bewässerung nutzt, hat es da natürlich einfach: auf vier Uhr morgens einstellen und währenddessen schlafen.

Direkt den Boden über den Wurzeln giessen

Wer von oben herab giesst – also die Blätter und Blüten überschüttet –, fördert unter Umständen Schimmelbefall. Denn diese Feuchtigkeit bietet den Sporen einen guten Nährgrund.

Ausserdem reagieren manche Pflanzen empfindlich auf Wasser von oben: Tomaten und Kohlrabi können dann aufplatzen. Deswegen wird auch empfohlen, in regenreichen Sommern ihnen ein Dach über dem Kopf anbieten zu können.

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Lieber nah am Boden als von oben herab giessen: Das spart gerade im Sommer Wasser. - Pexels

Zugleich kommt an richtig heissen Tagen beim Giessen aus der Höhe wieder die Verschwendung ins Spiel: Das Wasser kommt nicht dort an, wo es gebraucht wird – an den Wurzeln.

Daher raten Experten, nah am Boden zu giessen, also in dem Bereich direkt über den Wurzeln. So übrigens funktioniert auch eine professionelle und ressourcenschonende Tröpfchenbewässerung: Sie gibt punktuell genau an den Wurzeln Wasser ab.

Ein besonderer Tipp für alle ohne Bewässerungssystem: einen kleinen Blumentopf an den Wurzeln in den Boden eingraben und quasi als Trichter nutzen.

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