Desinfektionsmittel töten Mikroorganismen ab. Das kann auf Dauer Folgen für die Gesundheit haben. Experten raten daher zum Verzicht vor allem beim Hausputz.
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Zu Hause braucht es zum Putzen nicht unbedingt Desinfektionsreiniger – etwas Spüli auf einem Mikrofasertuch tut es meistens auch. - Christin Klose/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Hausputz kommt man in der Regel gut ohne Desinfektionsmittel aus.
  • Das gilt auch in Coronazeiten.
  • Eine kleine Auswahl an Allzweckreinigern und ein Mikrofasertuch genügen.

Beim Hausputz sollte auf Desinfektionsmittel und entsprechende Reiniger verzichten werden – im Normalfall.

Denn die üblichen Reinigungsmittel reichen zumeist aus, um Mikroorganismen ausreichend zu entfernen.

Das gilt auch in Coronazeiten: Das Umweltbundesamt verweist auf eine Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung, wonach es auch in der aktuellen Situation keine Notwendigkeit für Gesunde gebe, im Privathaushalt desinfizierende Mittel zu verwenden.

In Ausnahmefällen könne ein Arzt dies aber empfehlen.

Ein Frau putzt. Ein Putzmittelstudie warnt vor Atemwegsbelastungen durch Schadstoffpartikel beim Putzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Frau putzt. Ein Putzmittelstudie warnt vor Atemwegsbelastungen durch Schadstoffpartikel beim Putzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Der Grund für den Verzicht: Studien zufolge treten in Haushalten, in denen häufiger Desinfektionsmittel eingesetzt werden, auch häufiger Allergien auf, so die Experten des Umweltbundesamtes.

Und die teilweise schwer abbaubaren Inhaltsstoffe der Reiniger gelangen mit dem Putzwasser, das am Ende weggeschüttet wird, ins Abwasser und belasten so die Kläranlagen.

Vor allem Allzweckreiniger und Spülmittel nutzen

Es braucht für das Putzen also keine besonderen Reinigungsmittel.

Eine kleine Auswahl mit Allzweckreiniger, Spülmittel, Badreiniger und Küchenreiniger, darunter Scheuermilch, reicht völlig aus, um den Schmutz von wisch- und scheuerbeständigen Flächen zu beseitigen.

Ein weiterer Rat der Experten: Mikrofasertücher benutzen. Sie nehmen dank ihrer Gewebestruktur viel Schmutz auf und brauchen dafür wenig Wasser und Reinigungsmittel.

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