Für einen Filmdreh auf der Raumstation ISS ist die russische Schauspielerin Julia Peressild ausgewählt worden. Sie soll im Oktober dort spielen.
Die 36-jährige russische Schauspielerin Julia Peressild hat sich fachlich und physisch für eine Rolle auf der Raumstation ISS qualifiziert. Im Oktober geht's los. (Copyright Yulia Peresild)
Die 36-jährige russische Schauspielerin Julia Peressild hat sich fachlich und physisch für eine Rolle auf der Raumstation ISS qualifiziert. Im Oktober geht's los. (Copyright Yulia Peresild) - sda - Presseild

Das Wichtigste in Kürze

  • Für einen Filmdreh wird eine russische Schauspielerin ins All geschickt.
  • Im Oktober soll Julia Peressild auf der ISS spielen.

Für einen Filmdreh auf der Raumstation ISS ist die russische Schauspielerin Julia Peressild ausgewählt worden. Die 36-Jährige soll am 5. Oktober gemeinsam mit Regisseur Klim Schipenko in einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aufbrechen.

Mehr als 3000 Bewerbungen für Rolle

Die Schauspielerin habe sich unter anderem aufgrund eines medizinischen Checks für die Rolle im Weltall unter 20 Finalistinnen durchgesetzt, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Donnerstag mit.

Die Internationale Raumstation. Foto: Nasa/dpa
Die Internationale Raumstation. Foto: Nasa/dpa - dpa-infocom GmbH

Insgesamt waren mehr als 3000 Bewerbungen eingegangen. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Peressild vor elf Jahren mit dem russischen Spielfilm «Krai», der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielt.

Flüge ins All nicht mehr nur für Fachleute

Der Film des 37 Jahre alten Regisseurs Schipenko («Salyut-7 - Tödlicher Wettlauf im All») soll in Teilen im Kosmos gedreht werden und hat den Arbeitstitel «Wysow» (Herausforderung). Schipenko und Peressild werden am 1. Juni ein spezielles Training für ihren Flug zum Aussenposten der Menschheit beginnen. Falls jemand ausfallen sollte, stehen als Ersatzmannschaft die Schauspielerin Alena Mordovina und der Kameramann Alexey Dudin bereit.

Der Film ist emäss Roskosmos Teil eines grossangelegten wissenschaftlichen und pädagogischen Projekts, bei dem Dokumentarfilme etwa über die Raketen- und Raumfahrtindustrie entstehen. Es solle zudem zeigen, dass Flüge ins All nicht mehr nur für Fachleute, sondern für immer mehr Interessierte möglich seien.

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