Das Zwitschern der Vögel im eigenen Garten macht Freude. So locken Sie die gefiederten Freunde zu Ihnen nach Hause.
Vogel auf Ast
Der Feldsperling lebt häufig in unseren Siedlungen - wenn er Baumhöhlen und Kästen zum Brüten findet. - Andrea Warnecke/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Heimische Gärten bieten oft nicht die idealen Bedingungen für Vögel.
  • Ein Vogelhäuschen ist nicht genug. Mit den richtigen Pflanzen fühlen sich die Vögel wohl.
  • Die Vögel müssen genügend Insekten und Samen im Garten vorfinden.

Wer einen Vogel haben will, muss ihm eine Heimat bieten. Damit ist nicht das Oberstübchen gemeint, sondern der eigene Garten.

Selbst wenn Vögel grundsätzlich hier heimisch sind, heisst das nämlich noch lange nicht, dass sie dort auch ein Zuhause finden.

Denn: Viele Gärten sind lebensfeindlich. Ein kurz geschorener Rasen, korrekt gestutzte Hecken, Gehölze ohne Beeren und Beete voller Zierpflanzen, die Insekten keine Nahrung bieten. All das sind Gründe zur Flucht für Vögel.

Kurzum, in vielen Gärten finden Vögel weder Futter noch Rückzugs- und Brutmöglichkeiten. Auch mit einem aufgestellten Vogelhäuschen und einer sauberen Wasserstelle ist es nicht getan.

Zwar kann diese Unterstützung nicht schaden. Vögel brauchen aber vielmehr Bedingungen, unter denen sie möglichst selbstständig leben können.

Heimische Pflanzen mit Vogelfutter

Vögel ernähren sich oft von Samen und Früchten heimischer Pflanzen. Gute Beispiele sind etwa die Eberesche und der Weissdorn, zählt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf. Bis zu 63 Vogelarten stehen demnach auf die roten Beeren der Eberesche, die auch Vogelbeere genannt wird.

Man kann teilen: Beliebt bei Vögeln und Menschen gleichermassen sind Obstsorten wie Birne, Holunder und Brombeere – man kann den Tieren ein paar Beeren bei der Ernte überlassen.

Auch Rosen sind eine Empfehlung. Und zwar heimische Arten, die Hagebutten produzieren.

Vogel
Die richtigen Bedingungen ziehen Vögel in den Garten. - Pixabay

Man sollte darüber hinaus an das Insektenangebot für Vögel denken. In vielen Gartencentern gibt es als insektenfreundlich ausgezeichnete Pflanzen im Angebot.

Auch hier ist der schon erwähnte Weissdorn eine Empfehlung: 163 Insektenarten wurden an ihm beobachtet.

Wichtig ist aber, das Open-Air-Restaurant im Herbst nicht zu schliessen. Das heisst: Verblühtes, etwa an Stauden, sollte man nicht abschneiden, sondern stehen lassen, sogar bis durch den Winter.

Darin finden zum einen viele Insekten einen Unterschlupf, zum anderen hinterlassen verblühte Blumen gelegentlich Samen.

Viele kleine Vogelwohnungen anbieten

Welche Unterkunft Vögel vorziehen, ist von Art zu Art verschieden: Der Feldsperling brütet in Baumhöhlen, die Mehlschwalbe an Gebäuden und der Bluthänfling in Hecken.

Ein vogelfreundlicher Garten ist daher nicht die eine Heimat, er bietet viele Lebensräume. Da hämmert der Buntspecht am Stamm, eine kleine Blumenwiese bietet Samen für Stieglitz, Gimpel und Grünfink und im Gartenteich könnte eine Bachstelze baden.

Buchfinke
Eine Buchfinke. - Pixabay

Und im kleinen Garten wo man nicht so viel pflanzen und gestalten kann? Die einfachste Massnahme ist das Stehenlassen: Wer an einigen Stellen Unkraut stehen und ein wenig Herbstlaub liegen lässt, bietet Lebensräume für Insekten.

Ein Reisighaufen und eine nicht gemörtelte Natursteinmauer bieten Nistmöglichkeiten für Rotkehlchen und Zaunkönig.

Letztlich sind auch Kästen eine Hilfe: Man sollte dann jedoch jene wählen, die die weniger häufig vorkommenden Vogelarten unterstützen. Also sogenannte Meisen- oder Starenkästen für Gartenrotschwanz oder Bachstelze aufhängen.

Mehr zum Thema:

Herbst Tierfreunde