Zum Thema Katzengras gibt es viele Meinungen. Ist es einfach nur eine feine Abwechslung im Speiseplan oder eine wichtige Nahrungsergänzung für Ihre Katze?
Katze
Eine Katze läuft durch das Gras. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Katzengras kann fertig im Topf oder als Aussaat gekauft werden.
  • Vor allem Wohnungskatzen freuen sich über die grüne Abwechslung.
  • Es ist eine wirkungsvolle Unterstützung im Kampf gegen Haarballen.

In der Natur kann man Katzen häufig dabei beobachten, wie sie auf Ihren Streifzügen an Grashalmen oder anderen Pflanzen knabbern. Obwohl Katzen Fleischfresser sind, ist dieses Verhalten weder antrainiert noch ein Anzeichen für eine drohende Hungersnot.

Nimmt eine Katze Pflanzen auf, handelt sie, vergleichbar mit der Mäusejagd, rein instinktiv. Durch die Aufnahme von verschiedenen Pflanzen, wie beispielsweise Gras, wird die Magenschleimhaut durch die darin enthaltenen Bitterstoffe kurzzeitig gereizt.

Was zunächst eher schädlich klingt, fördert jedoch die Verdauung und hilft unverdauliche Haarbälle herauszuwürgen. Haarbälle entstehen bei der täglichen Fellpflege durch das Herunterschlucken loser Haare. Sie können nur schwer verdaut und ausgeschieden werden.

Während des Fellwechsels und auch bei Rassen mit längerem Fell wird die natürliche Verdauungshilfe daher besonders gern gefressen.

Wohnungskatzen brauchen eine geeignete Alternative

Wohnungskatzen folgen den gleichen Instinkten, wie ihre freilaufenden Artgenossen. Anders als in der Natur bietet die geschützte Umgebung einer Wohnung keine Wiesen oder Sträucher, die zum Fressen geeignet sind.

Katze auf Gras
Katzen fressen Gras zur besseren Verdauung. - Unsplash

Damit Ihre Katze nicht auf giftige Zimmerpflanzen zurückgreift, ist Katzengras eine gute Alternative, die der Verdauung hilft und gleichzeitig Abwechslung und Beschäftigung bietet.

Bei einer ausreichend grossen Fläche wird diese auch gerne als Spiel- und Schlafplatz angenommen.

Katzengras als Snacks

Bei Katzengras handelt es sich nicht um ein spezielles Gras, sondern um verschiedene grasähnliche Pflanzen. Diese sollten nicht zu hart und ohne Widerhaken sein, da diese sonst im Rachen stecken bleiben könnten.

Geeignet sind beispielsweise Zyperngras, Zimmerbambus oder verschiedene Getreidekeime.

Im Zoofachhandel oder Gärtnereien werden sowohl fertige Töpfe, als auch Samen für die eigene Aussaat angeboten. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzen ungespritzt sind.

Wer keinen grünen Daumen hat, findet in Fachgeschäften eine kleine Auswahl an Snacks mit Katzengras und Malzpasten, die die Verdauung ebenfalls unterstützen.

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