Gibt es Hunderassen, die dümmer sind als andere?

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    Einige Hunde können einfach alles, während andere scheinbar lernunfähig sind. Gibt es tatsächlich Intelligenzunterschiede einzelner Rassen?

    Hund mit Brille
    Gibt es Intelligenzunterschiede bei Hunden? - Unsplah

    Das Wichtigste in Kürze

    • Manche Hunderassen gelten als besonders intelligent, zum Beispiel Border Collies.
    • Dabei gibt es aber keine Hunderassen die grundsätzlich intelligenter sind als andere.
    • Eher Rasse-Merkmale bestimmen, ob ein Hund etwas besonders schnell lernt.

    Es gibt viele Listen im Internet, in denen die klügsten und dümmsten Hunderassen aufgezählt werden. Zu den klügsten Hunderassen sollen zum Beispiel Border Collie, Sheltie, Pudel, Deutscher Schäferhund, Labrador und Golden Retriever gehören.

    Als weniger intelligente Hunderassen gelten unter anderem Basset, Beagle, Pekinese, Englische Bulldogge und Afghane. Die meisten dieser Aufzählungen gehen auf Untersuchungen darüber zurück, wie schnell die Hunde Kommandos lernen und ausführen.

    Allerdings ist das eine sehr einseitige Betrachtungsweise.

    Hunde, die perfekt auf die Grundkommandos wie Platz, Sitz oder Komm reagieren, sind mit Sicherheit wohlerzogen, aber besonders klug sind sie deshalb noch lange nicht.

    Kein Hund ist gesamthaft intelligenter

    Es gibt laut Forschung aber keine Rasse, die grundsätzlich klüger oder dümmer als eine andere ist. Es sind einfach bestimmte Rassen-Merkmale, die sie für manche Aufgaben besser oder schlechter geeignet sein lässt, als andere.

    Ein Hund
    Je nach Rasse müssen Hunde mehr oder weniger beschäftigt werden. - Unsplash

    So wird der Collie viel schneller als der Dackel lernen, wie man eine Schafherde treibt. Der Beagle dagegen wird viel schneller sein Futter oder Spielzeug in einem Versteck finden, als der Shi Tsu oder der Basset.

    Manche Rassen sind aktiver oder haben einen grossen Lernwillen und brauchen deshalb mehr Beschäftigung. Andere Hunde verbringen ihren Tag lieber gemütlich und sehen keinen Sinn darin, neue Tricks zu lernen.

    Haltungsbedingungen spielen eine Rolle

    Aber nicht nur die Selektion und Zuchtauswahl spielen bei der wahrgenommenen Intelligenz und bei speziellen Begabungen von Hunden eine Rolle. Wichtig sind auch die Haltungsbedingungen und Erfahrungen, die sie im Laufe ihres Lebens machen.

    Auf keinen Fall spielt die Grösse der Hunderasse eine Rolle. Eine grössere Gehirnmasse ist kein Indiz für einen klügeren Hund und auch sehr kleine Hunde können ausgesprochen clever sein.

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