Die Gepäckfächer in den Kabinen des Billigfliegers Ryanair quellen über. Doch damit soll jetzt dank schärferer Regeln Schluss sein.
Bei Ryanair muss künftig für jedes grössere Handgepäckstück bezahlt werden, anderen Airlines dürften nachziehen. Bild: Pixabay
Bei Ryanair muss künftig für jedes grössere Handgepäckstück bezahlt werden, anderen Airlines dürften nachziehen. Bild: Pixabay - Community
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ab November dürfen Ryanair-Passagiere ihr grossesHandgepäck nicht mehr kostenlos ins Flugzeug nehmen.
  • Im gleichen Atemzug senkt die Airline den Preis für aufgegebenes Gepäck, welches weniger als zehn Kilogramm wiegt.

Viele Fluggäste reisen, gerade für kürzere Aufenthalte oder geschäftliche Trips, nur noch mit Handgepäck. Für den irischen Billigflieger Ryanair sind die Handgepäckkoffer jedoch ein echtes Problem. Nachdem die Fluggesellschaft ihre Handgepäckbestimmungen bereits im Januar 2018 geändert hatte, werden die Regeln nun erneut verschärft.

Grössere Handgepäckstücke, wie beispielsweise ein Standard-Kabinen-Rollkoffer, dürfen ab November 2018 nur noch von einer begrenzten Anzahl von Ryanair-Fluggästen mit in die Kabine genommen werden, welche den Aufpreis von sechs Euro für das «Priority Boarding» bezahlt haben. Was weiterhin gratis mitgenommen werden darf sind kleinere Handgepäckstücke, welche gut unter den Sitz passen.

Weitere Airlines dürften folgen

Im gleichen Atemzug senkt Ryanair den Preis für aufgegebenes Gepäck, welches weniger als zehn Kilogramm wiegt. Statt den bisherigen 25 Euro für ein Gepäckstück bis 20 Kilogramm müssen Ryanair-Passagiere dann acht Euro für Koffer bis zehn Kilogramm bezahlen. Die neuen Bestimmungen gelten für alle Flüge ab dem 1. November 2018 und für alle Buchungen ab dem 1. September 2018. Damit will der irische Low-Coster Verspätungen durch Verzögerungen beim Boarding vermeiden.

Die Abschaffung von Gratis-Handgepäck dürfte andere Airlines nicht kalt lassen. Viele Carrier kämpfen auf Europa-Flügen mit Platzproblemen in der Kabine. Die Verstauung der vielen Kabinengepäckstücke führt oft zu Verspätungen. Dass weitere Airlines die Ryanair-Offensive übernehmen, ist gut möglich.

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