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    So schützen Sie Ihre Daten auf Reisen

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    Zürich,

    Experte Tobias Christen sagt welche Datensicherheitsfallen auf Reisen drohen und wie man sich davor schützt.

    Wifi Datensicherheit
    Kostenloses Internet klingt gut, birgt aber Gefahren. - Unsplash

    Das Wichtigste in Kürze

    • Öffentliche WLAN-Netze und frei zugängliche Computer sind eine Einladung für Datendiebe.
    • Auf Reisen lauern aber noch weitere Gefahren für die Sicherheit Ihrer Daten.
    • Experte Tobias Christen erklärt, wie Sie die Gefahren minimieren können.

    Tobias Christen, CEO vom auf Datenschutz spezialisierten Unternehmen DSwiss erklärt, wie Sie Ihre Daten auch beim Reisen schützen können.

    Nie ohne Schutz in öffentliche WLAN-Netze einsteigen

    Mittlerweile kann man an vielen Orten kostenlos über WLAN im Internet surfen oder E-Mails checken.

    Das Problem: Meistens handelt es sich um öffentliche WLAN-Netze, die jeder und jede ohne Passwort nutzen kann. Dementsprechend weiss man nicht, wer sich sonst noch alles im selben Netzwerk tummelt.

    Für Profis ist es ein Leichtes, ungeschützte Daten abzufangen.

    Tobias Christen rät deshalb, bei der Nutzung eines öffentlichen WLANs auf einen sogenannten VPN-Dienst zu setzen. Dieser verschlüsselt die gesamte Kommunikation und bietet einen guten Schutz.

    Ohne starke Passwörter geht es nicht

    Einer der häufigsten Fehler ist es, Geräte aus Bequemlichkeit nicht mit einem genügend guten Passwort abzusichern. Gerade wenn man als Tourist in einem fremden Land unterwegs ist, wird man schnell zur Zielscheibe für Diebe.

    Auch wenn man keine Betriebsgeheimnisse abgelegt hat, bedeutet ein abhandengekommenes Gerät, das nicht gut genug geschützt ist, viel Stress.

    Smartphone
    Das Smartphone haben wir auf Reisen meist immer dabei. - Pexels

    Doch welche Grundregeln gilt es bei der Passwortwahl zu beachten? «Unbedingt ein langes, zufälliges Passwort verwenden. Und niemals dasselbe Passwort auf zwei Seiten gleichzeitig nutzen», sagt Tobias Christen.

    Beim E-Mail-Service und wo immer möglich empfiehlt sich zudem, die 2-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Beim Smartphone sollte man zudem einen sechsstelligen Pincode verwenden, der nicht herleitbar ist.

    Setzen Sie auf Qualität statt Quantität setzen

    Wer verreist, sollte nur jene Geräte mitnehmen, die unterwegs wirklich benötigt werden. Das verringert das Risiko eines Verlustes oder die Gefahr, Opfer eines Diebstahls zu werden. Man sollte sich vorab informieren, wie sich ein gestohlenes Gerät aus der Ferne schnell sperren lässt.

    Vor der Abreise ist es zudem ratsam, die Software zu aktualisieren und Virenscanner auf dem neusten Stand zu halten. Und: WLAN, Bluetooth oder NFC nur dann aktivieren, wenn man sie tatsächlich braucht.

    Hände weg vom Computer in der Hotellobby

    Mit dem breiten Einsatz von Laptops und Tablets hat die Nutzung der frei zugänglichen Computer in der Hotellobby stark abgenommen. Trotzdem stellen sie weiterhin eine Gefahr dar.

    Zum einen können die Geräte mit Schadsoftware infiziert sein. Zum anderen ist es schnell passiert, dass man vergisst, sich zum Beispiel beim E-Mail-Konto abzumelden.

    DSwiss Tobias Christen Datenschutz
    Datenschutzexperte Tobias Christen von DSwiss hat mit seiner Firma u.a. für Grossbanken wie die UBS Datensafes programmiert. - zVg

    Ebenfalls Vorsicht ist beim Gebrauch von USB-Sticks geboten. Wer einen solchen an einem Hotel-Computer nutzt, sollte ihn nicht mehr beim privaten Gerät einsetzen.

    Am besten verzichtet man darauf, sich an einem Hotel-Computer im Onlinebanking oder bei Webshops anzumelden. Zudem ist es ratsam, im Browser den Inkognito-Modus zu nutzen und am Schluss das Fenster zu schliessen.

    Reisedokumente digitalisieren

    Unterwegs Pass, Kreditkarten oder wichtige Reisedokumente zu verlieren, das will niemand. Deshalb sollte man im Vorfeld alle wichtigen Daten unbedingt digitalisieren.

    Reiseutensilien
    Die wichtigsten Dokumente sollte man digitalisieren und verfügbar haben. - Pexels

    Zwar ist eine digitale Kopie eines Dokumentes aus rechtlicher Sicht nicht gleichwertig wie das Original. Trotzdem hilft sie in jeder Verlustsituation.

    Damit die digitalisierten Dokumente nicht in falsche Hände geraten, müssen sie an einem sicheren Ort abgelegt werden. Das kann zum Beispiel in einem Cloudspeicher sein, auf den man von jedem Gerät mit Internetverbindung Zugriff hat.

    Gleiches gilt für den Inhalt des Portemonnaies. Wenn man diesen abfotografiert oder scannt, hat man einerseits den Überblick, was fehlt. Andererseits hat man so wichtige Informationen wie die Notfallnummer für die Kreditkarten-Sperrung zur Hand.

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