Der «Big Apple» steht vor allem für Trubel. Doch New York kann auch anders: vier Ruheoasen, die Erholung bieten – mit Kunst, Kräutern und Panorama.
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Hier ist der «Concrete Jungle» New Yorks weit weg: Blick von Governors Island auf die Skyline Manhattans. - Dörte Nohrden/dpa-tmn
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Das Wichtigste in Kürze

  • New York sind Skycraper, belebte Strassen – und Grünflächen: ganze 14 Prozent der Stadt!
  • Parks, Hügel und sogar eine ganze Insel, Governors Island, bieten Oasen zum Chillen an.
  • Special Highlights: Hängematten, Gartenschulen und Kräuterbeete zum Selberernten.

Popsängerin Alicia Keys besingt New York als «Concrete Jungle», als Dschungel aus Beton also.

Tatsächlich scheint die 8,8-Millionen-Metropole zwischen Hudson River und Rockaway Beach allein aus einer Skyline von Wolkenkratzern zu bestehen.

Doch New York City ist mehr als Glas und Beton: 14 Prozent der Stadt sind bedeckt mit Grünflachen. Kleinere und grössere Parks sind auch abseits des berühmten Central Parks versteckt und geben Einblicke in weniger bekannte Seiten der US-Metropole.

Hängematte mit Blick auf die Skyline

Eine nur achtminütige Fährfahrt von der Südspitze Manhattans entfernt, liegt eine oft übersehene Oase New York Citys: Governors Island.

Wer auf der 70 Hektar grossen, autofreien Insel anlandet, hat einen Weitblick auf die Skyline und die Freiheitsstatue.

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Auf Governors Island gibt es auch einen Lehrgarten («Teaching Garden»). - Dörte Nohrden/dpa-tmn

Im Parkbereich Hammock Grove kann man in versteckt gelegenen Hängematten baumeln. Lohnenswert, gerade auch für Kinder, ist der «Teaching Garden», eine Art Gartenschule.

Die «Friends of Governors» bieten kostenlose, einstündige Walking Touren über die Insel an. Auch Leihräder können gemietet werden.

Auszeit in Astoria

Schon die Anreise zum Socrates Sculpture Park kann ein Genuss sein. Wer bereits am Pier 11 (Station Wall Street) im Süden Manhattans auf die Fähre hüpft, nähert sich New Yorks grösstem Stadtteil Queens in schönster Weise.

In 48 Minuten führt die Minikreuzfahrt unter vier Brücken hindurch, von der Brooklyn bis zur Queensboro Bridge und beschert Ausblicke auf die Stadt beiderseits des East Rivers.

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Blick auf die Upper Eastside: Der Socrates Sculpture Park in Astoria liegt direkt am East River. - Dörte Nohrden/dpa-tmn

Angelandet am Pier in Astoria, ist es nur ein kurzer Fussmarsch zum Socrates Sculpture Park. Dass hier am Flussufer bis in die späten 1980er-Jahre nicht mehr als eine Müllhalde war, ist heute kaum noch vorstellbar.

Einer engagierten Nachbarschafts- und Künstlercommunity ist es zu verdanken, dass ein Park entstand, der zugleich ein angesehenes Open-Air-Museum ist.

Im Sommerprogramm stehen neben Kunst- und Gartenprojekten auch kostenlose Aktivitäten wie Kurse zu Yoga und Meditation und sogar Kanutouren, die am nebenan gelegenen Hallett's Cove Beach starten.

Bei alldem geniessen Besucher einen Panoramablick über Roosevelt Island hinweg bis zur Upper East Side Manhattans.

Beeren statt Beton

Es ist ein surrealer Ort voller Kontraste: Der Concrete Plant Park am Bronx River ist New Yorks erster öffentlicher «Foodway». In diesem Gemeinschaftsgarten zwischen Fluss und Amtrak-Bahngleisen darf ein jeder Kräuter und Früchte ernten.

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Zugreifen erlaubt: Nathan Hunter erklärt das Konzept des Foodway Gardens im Concrete Plant Park. - Dörte Nohrden/dpa-tmn

«Bis Ende der 1980er Jahre war dies noch ein grosses Betonwerk», sagt Projektkoordinator Nathan Hunter und zeigt auf die verbliebenen, riesigen rostroten Zementsilos.

«Dann wurde die Anlage geschlossen und der verlassene Platz zu einem traurigen Ort samt Müllhalde und Drogenumschlagplatz.» Nach Anwohnerprotesten eröffnete die zuständige Behörde NYC Parks 2009 hier schliesslich eine neue Grünanlage.

Kraftoase am Hudson River

Die Aussicht von der Pergola in Wave Hill am nordwestlichen Ende der Bronx lässt sich nur als spektakulär bezeichnen:

Vom höchsten Punkt des Parks schweift der Blick gen Westen über weitere Gartenebenen, den glitzernden Hudson River und heftet sich an die bewaldeten Basalt-Steilklippen von New Jersey: «The Palisades».

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Auszeit in historischem Ambiente: Das Wave Hill House im gleichnamigen Garten im Nordwesten der Bronx beherbergt ein Café mit einladender Terrasse. - Dörte Nohrden/dpa-tmn

Wave Hill ist der beste Beweis für die Vielfalt der ausgesprochen grünen Bronx. Der unweit gelegene Van Cortlandt Park sowie der Pelham Bay Park im Osten des Boroughs zählen zu den grössten New Yorks.

Bereits die nur halbstündige Fahrt nach Wave Hill mit der «Hudson Line» der North Metro Railroad von der Grand Central Station bietet Ausblicke auf Harlem River und Hudson River. Von der Station Riverdale ist es dann ein kurzer Fussmarsch den Hügel hinauf.

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