Porsche

    Taycan-Krise: Warum keiner mehr Porsche kauft

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Bern,

    Die Marktrealität holt die Nobelmarke aus Stuttgart ein. Wer glaubt, dass ein Porsche eine todsichere Wertanlage ist, lebt in der Vergangenheit.

    Porsche Taycan Turbo GT
    Porsche Taycan Turbo GT - auf der Rennstrecke zu Hause, in der Garage zur Pause. - Porsche

    Alarmstimmung bei Porsche: Die Zulassungszahlen in der Schweiz und weltweit sinken spürbar. Besonders die Elektromodelle wie der Taycan kämpfen mit einem brutalen Wertverlust auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

    Der technologische Wandel überfordert die traditionelle Stammkundschaft, während jüngere Käufer vermehrt auf asiatische High-Tech-Konkurrenten schielen. Renditejäger ziehen ihr Geld frustriert ab.

    Krise beim Prestigeobjekt

    Der globale Neuwagenabsatz von Porsche brach im vergangenen Jahr um mehrere Prozentpunkte ein. Vor allem der wichtige chinesische Markt schwächelt dramatisch.

    Aber auch in der Schweiz überlegen sich Käufer die hohen Investitionen dreimal. Die Konkurrenz schläft nicht und bietet oft mehr Innovation für weniger Geld.

    Porsche Taycan
    Porsche Taycan: Das erste Serienfahrzeug mit einer 800-Volt-Technik. - Alexander Migl

    Als Benchmark gilt hier das Tesla Model S Plaid, das in Sachen Reichweite und Software-Integration die Nase vorn hat. Porsche hält zwar beim Fahrwerk mit, verliert aber beim Infotainment. Zudem schrecken die extrem langen Aufpreislisten die Kundschaft ab.

    Elektromobilität als Bremsklotz

    Der Wertverlust gebrauchter Taycan-Modelle gleicht einem freien Fall. Viele Erstbesitzer erleben beim Wiederverkauf einen massiven finanziellen Schock. Die Batterie-Technologie altert schlicht zu schnell.

    Porsche Taycan
    Getriebetechnik: Ungewöhnlich für E-Autos besitzt der Taycan an der Hinterachse ein Zwei-Gang-Getriebe, das für fulminante Sprints und effiziente Autobahnfahrten sorgt. - Porsche

    Ein vergleichbares Model S von Tesla zeigt sich auf dem Schweizer Markt deutlich wertstabiler. Porsche-Kunden vermissen zudem die emotionale Komponente des Boxermotors beim lautlosen Dahingleiten.

    Der Versuch, Tradition mit aller Gewalt zu elektrifizieren, stockt gewaltig. Die Renditen der Händler schrumpfen dadurch drastisch.

    Hohe Kosten schrecken ab

    Die Schweizer Kundschaft kalkuliert in wirtschaftlich unsicheren Zeiten deutlich strenger. Die massiven Preiserhöhungen bei den neuen Modellgenerationen sind kaum mehr vermittelbar.

    Porsche Taycan
    Aufpreis-Wahnsinn: Das Paket «Farbe nach Wahl Plus» kostet den Porsche - Individualisten rund 26'000 Franken. - Porsche

    Zudem explodieren die Unterhalts- und Versicherungskosten in der Schweiz. Wer nicht unbedingt das Wappen auf der Haube braucht, wechselt daher rational die Marke.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2789 (nicht angemeldet)

    Bin zufrieden mit meinem Taycan - es ist ein Fahrerauto - trotzdessen wirkt er im Vergleich zu meinem Model S wie ein Kassettenrekorder von der Software her .

    User #4028 (nicht angemeldet)

    Früher waren die Porsche Designs ikonisch. Der Taycan kann man heutzutag auch mit einem Hyundai, Kia oder BYD verwechseln.

    Weiterlesen

    Xiaomi SU7 Ultra
    87 Interaktionen
    Digital-Power
    Zeekr 7X
    81 Interaktionen
    Schwergewicht

    MEHR PORSCHE

    17 Interaktionen
    Stuttgart
    Porsche
    8 Interaktionen
    Absatz gebremst
    5 Interaktionen
    Weissach/Stuttgart
    polizei
    31 Interaktionen
    Mit 312 km/h

    MEHR AUS STADT BERN

    Bärner
    401 Interaktionen
    «Kastriert»
    Alone Together SRF
    102 Interaktionen
    Zu hohe Ansprüche?
    steuererklärung
    3 Interaktionen
    Im nationalen Vergleich