Taycan-Krise: Warum keiner mehr Porsche kauft
Die Marktrealität holt die Nobelmarke aus Stuttgart ein. Wer glaubt, dass ein Porsche eine todsichere Wertanlage ist, lebt in der Vergangenheit.

Alarmstimmung bei Porsche: Die Zulassungszahlen in der Schweiz und weltweit sinken spürbar. Besonders die Elektromodelle wie der Taycan kämpfen mit einem brutalen Wertverlust auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
Der technologische Wandel überfordert die traditionelle Stammkundschaft, während jüngere Käufer vermehrt auf asiatische High-Tech-Konkurrenten schielen. Renditejäger ziehen ihr Geld frustriert ab.
Krise beim Prestigeobjekt
Der globale Neuwagenabsatz von Porsche brach im vergangenen Jahr um mehrere Prozentpunkte ein. Vor allem der wichtige chinesische Markt schwächelt dramatisch.
Aber auch in der Schweiz überlegen sich Käufer die hohen Investitionen dreimal. Die Konkurrenz schläft nicht und bietet oft mehr Innovation für weniger Geld.

Als Benchmark gilt hier das Tesla Model S Plaid, das in Sachen Reichweite und Software-Integration die Nase vorn hat. Porsche hält zwar beim Fahrwerk mit, verliert aber beim Infotainment. Zudem schrecken die extrem langen Aufpreislisten die Kundschaft ab.
Elektromobilität als Bremsklotz
Der Wertverlust gebrauchter Taycan-Modelle gleicht einem freien Fall. Viele Erstbesitzer erleben beim Wiederverkauf einen massiven finanziellen Schock. Die Batterie-Technologie altert schlicht zu schnell.

Ein vergleichbares Model S von Tesla zeigt sich auf dem Schweizer Markt deutlich wertstabiler. Porsche-Kunden vermissen zudem die emotionale Komponente des Boxermotors beim lautlosen Dahingleiten.
Der Versuch, Tradition mit aller Gewalt zu elektrifizieren, stockt gewaltig. Die Renditen der Händler schrumpfen dadurch drastisch.
Hohe Kosten schrecken ab
Die Schweizer Kundschaft kalkuliert in wirtschaftlich unsicheren Zeiten deutlich strenger. Die massiven Preiserhöhungen bei den neuen Modellgenerationen sind kaum mehr vermittelbar.

Zudem explodieren die Unterhalts- und Versicherungskosten in der Schweiz. Wer nicht unbedingt das Wappen auf der Haube braucht, wechselt daher rational die Marke.











