Kein Smartphone mehr im Nationalpark
Indien verschärft die Regeln für Safari-Touristen: In mehreren Tiger-Reservaten sind Smartphones während der Fahrten tabu.

Wer in Indien auf Tiger-Safari geht, muss sich künftig umstellen: In mehreren Nationalparks ist die Nutzung von Smartphones während der Tour verboten worden.
Die Regelung wurde vom Obersten Gericht Indiens beschlossen. Sie soll den Schutz der Tiere sowie ein respektvolleres Verhalten der Besucherinnen und Besucher fördern.
Hintergrund ist laut dem «Reisereporter» ein zunehmendes Problem der letzten Jahre. Immer häufiger wurden Tierbeobachtungen gefilmt oder sogar live gestreamt – mit Folgen für Natur und Tiere.
Fahrzeuge stauen sich rund um Sichtungen, Lärm entsteht, und die Tiere werden in ihrem natürlichen Verhalten gestört. Behörden sprechen von regelrechten «Safari-Staus».

Mit dem Verbot wollen die Verantwortlichen mehr Ruhe in die Schutzgebiete bringen. Auch Sicherheitsaspekte spielen eine Rolle.
Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu riskanten Situationen. Etwa, wenn Menschen für ein Selfie viel zu nah an Wildtiere herankamen. Oder wenn sie mit ihren Handys hektische Bewegungen während einer Sichtung machten.
Reise-Newsletter abonnieren
Interessieren Sie sich mehr für Hintergrundberichte, Reisereportagen und neue Ideen für den nächsten Trip statt für Wirtschaftszahlen der Airlines und Reiseveranstalter? Wollen Sie wissen, was in der vergangenen Woche auf der ganzen Welt passiert ist?
Dann abonnieren Sie den Best-Of-Newsletter von Travelnews.ch und lassen Sie sich immer samstags die besten Storys gratis ins E-Mail-Postfach liefern.
Das Handy-Verbot gilt unter anderem in folgenden Nationalparks und Tigerreservaten:
- Ranthambore-Nationalpark (Rajasthan).
- Bandhavgarh-Nationalpark (Madhya Pradesh).
- Kanha-Nationalpark (Madhya Pradesh).
- Pench-Nationalpark (Madhya Pradesh / Maharashtra).
- Satpura-Nationalpark (Madhya Pradesh).
- Panna-Nationalpark (Madhya Pradesh).
- Tadoba-Andhari-Tigerreservat (Maharashtra).
- Umred-Karhandla-Wildschutzgebiet (Maharashtra).
- Corbett-Nationalpark (Uttarakhand).
- Rajaji-Nationalpark (Uttarakhand).
Wichtig: Kameras bleiben auf den meisten Safaris aber erlaubt. Den Behörden geht es darum, den Drang nach Fotos, Live-Streams und gefährlichem Verhalten während der Tour im Nationalpark zu unterbinden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.















