Vorsorge Oberland: Fünf Strategien für eine starke Altersvorsorge
Eine starke Altersvorsorge in der Schweiz gelingt durch Steuervorteile der Säule 3a, bewussten Konsum und tiefe Gebühren bei modernen, digitalen Anlagelösungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Regelmässige Einzahlungen in die Säule 3a reduzieren die Steuerlast.
- Gezielte Budgetkontrolle im Alltag schafft freien Raum für langfristige Investitionen.
- Alte Verträge, Abonnements oder ungenutzte Gelder sind besser angelegt als geparkt.
Die Sorge um das Geld im Alter ist schon fast ein Volkssport geworden. Und das trotz des soliden Drei-Säulen-Modells. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: Reicht das später wirklich? Kann ich mir im Alter noch was leisten?
Man braucht kein Millionenvermögen, um den Lebensstandard zu halten. Es geht vielmehr um die richtige Strategie im Alltag und ein Quäntchen Disziplin.
Das Steuergeschenk der Säule 3a konsequent nutzen
Die Säule 3a ist wohl das mächtigste Werkzeug für Schweizer Privatanleger. Der Clou ist nicht nur das Sparen an sich, sondern der massive Steuervorteil. Einzahlungen lassen sich direkt vom steuerbaren Einkommen abziehen.

Wer clever ist, lässt die Steuerersparnis nicht einfach auf dem Privatkonto liegen. Reinvestieren Sie dieses «geschenkte» Geld direkt wieder. Über Jahrzehnte hinweg bewirkt der Zinseszinseffekt hier wahre Wunder für das Endvermögen.
Kleinvieh macht auch Mist
Oft versickert Geld dort, wo wir es gar nicht vermuten. Der schnelle Kaffee am Bahnhof oder der spontane Griff ins Supermarktregal fühlen sich nach wenig an, summieren sich Ende Monat aber gewaltig.

Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) aus dem Jahr 2024 zeigt deutlich: Wir unterschätzen unsere Kleinausgaben massiv. Wer hier ein wenig genauer hinschaut und vielleicht ein Haushaltsbuch führt, findet oft problemlos 100 bis 200 Franken im Monat, die stattdessen in die Vorsorge fliessen können.
Digital investieren statt auf dem Sparkonto parken
Zumindest was den langfristigen Vermögensaufbau betrifft, hat das klassische Sparkonto ausgedient. Die Zinsen sind in der Regel zu niedrig, um die Inflation auszugleichen. Moderne Apps sind hier oft die bessere Wahl.

Untersuchungen der Universität St. Gallen von 2023 zeigen, dass hohe Gebühren der grösste Renditekiller sind. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Anbieter deswegen vor allem auf die Verwaltungskosten. Jeder Prozentpunkt, den die Bank weniger einbehält, landet am Ende direkt in Ihrer Tasche.
Fixkosten: Einmal im Jahr Grossputz machen
Fast jeder von uns hat sie. Alte Verträge, oder Abos, die wir einsparen könnten. Dieses Geld wäre dann wieder für das Alter nützlich. Dabei lässt sich durch einen einfachen Vergleich oft viel Geld herausholen, ohne dass man im Alltag auf etwas verzichten muss.

So lässt sich beispielsweise im Herbst prüfen, ob die Krankenkasse noch die passenden Konditionen anbietet. Ist das nicht der Fall, sollten Sie wechseln. Aber auch ganz einfache Dinge wie das Streaming-Abo, oder der überteuerte Handyvertrag können Kostenfallen sein.
Alles, was Sie bei den Fixkosten einsparen, sollte danach dann automatisiert auf Ihr Vorsorgekonto fliessen. So geraten Sie gar nicht erst in Versuchung, das Geld anderweitig auszugeben.













