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    Kommunikation: Wie hat sich das Internet seit 1989 entwickelt?

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Bern,

    Seit 1989 hat sich das Internet vom Forschungsprojekt zum täglichen Werkzeug entwickelt und prägt heute Alltag, Wirtschaft und Kommunikation.

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    Das Internet hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiterentwickelt. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit 1989 entwickelte sich das Internet vom Forschungsnetz zur globalen Infrastruktur.
    • Heute prägt es unseren Alltag, unsere Wirtschaft und unsere Kommunikation.
    • Immer mehr Menschen sind über das Handy online.

    Als das Internet Ende der 80er Jahre entstand, konnte kaum jemand seine heutige Bedeutung wirklich erahnen. Aus dem wissenschaftlichen Netzwerk entwickelte sich das World Wide Web, das uns bis heute prägt. Wir sind täglich online, selbst unser Handy ist ständig mit dem Internet verbunden.

    Wie das Bundesamt für Statistik in einer Erhebung von 2023 zeigt, nutzen über 93 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz regelmässig das Internet. Doch bis sich das Internet so entwickelt hatte, wie wir es kennen, verging viel Zeit.

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    Das Internet prägt unseren Alltag. - Depositphotos

    Die Geschichte des Internets beginnt lange vor 1989 mit militärischen und akademischen Netzwerken in den USA. Der britische Informatiker Tim Berners-Lee entwickelte am CERN bei Genf das World Wide Web, um Forschern den einfachen Austausch von Informationen zu ermöglichen.

    Anfangs bestand das Internet hauptsächlich aus Text und war ziemlich kompliziert zu bedienen. Es wurde überwiegend von Fachleuten benutzt. Im Laufe der Entwicklung entstand jedoch die Idee, dass sich alle Menschen auf diese Weise informieren und austauschen können.

    So entstanden die ersten Webseiten aus einfachen Dokumenten, die über Hyperlinks miteinander verbunden waren. Erst in den 90er Jahren entstanden grafische Browser, die das Internet für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich machten.

    Sind Sie oft online?

    Die ersten Online-Dienste

    In den 90er Jahren fand das Internet mit der Verbreitung von Personal Computern langsam auch den Weg in private Haushalte. Anbieter entwickelten erste E-Mail-Dienste, Suchmaschinen wie Lycos, AltaVista oder Google kamen auf den Markt, und Shops wie Amazon gingen an den Start.

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    Die ersten internetfähigen Rechner nutzten noch Disketten und CD-ROMs als Speichermedien. - Depositphotos

    Die Internetverbindungen waren damals noch langsam, was viele Anwendungen erschwerte. Zu Beginn war es noch das Modem, später folgten ISDN und DSL, bis hin zum heutigen Glasfaser- oder Satelliteninternet.

    Breitband und soziale Netzwerke

    Mit dem Ausbau von Breitbandanschlüssen nahm die Nutzung des Internets deutlich zu. Webseiten wurden komplexer, multimediale Inhalte verbreiteten sich und neue Plattformen entstanden.

    Plattformen wie Facebook oder YouTube führten dazu, dass Nutzer nicht mehr nur konsumierten, sondern selbst Inhalte produzierten. Immer mehr sogenannte «Creator» beleben das Netz mit neuen, einfallsreichen Inhalten.

    Internet immer und überall

    Ein weiterer Meilenstein war die Verbreitung von Smartphones ab den späten 2000ern. Das Internet wurde dadurch mobil und jederzeit verfügbar. Anwendungen wie Messaging-Dienste, Navigation oder Online-Banking wurden alltäglich.

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    Heute haben wir das Internet immer dabei. - Depositphotos

    ICQ, AIM, MSN waren die Vorreiter der heutigen Messaging-Dienste. Über sie unterhielten sich Menschen und schlossen neue Freundschaften.

    Dadurch wurde das Internet ein fester Bestandteil unseres Alltags. Die mobile Nutzung veränderte zudem, wie wir das Internet konsumierten. Alles musste schneller gehen, kurzlebige Informationen gewannen an Bedeutung. So entstanden dann auch Kurznachrichtendienste wie X (ehemals Twitter) und Co.

    Daten, KI und digitale Verantwortung

    In den letzten Jahren rückten Themen wie Datenschutz, Cybersicherheit und künstliche Intelligenz stärker in den Fokus. Das Internet ist heute zudem komplexer geworden.

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    Die Menge an Daten, die wir herunterladen, wird immer grösser. - Depositphotos

    Wie die ETH Zürich in einer Studie von 2024 beschreibt, wächst das Datenvolumen weltweit jährlich um zweistellige Prozentwerte. Computer und Rechenzentren müssen deshalb immer leistungsfähiger werden und benötigen dafür auch mehr Energie.

    Der Wandel seit 1989 ist zwar beeindruckend, hat aber auch Schattenseiten. Jugendliche sind immer länger online, erleben die Welt schneller. Das Internet bestimmt bei vielen den gesamten Tagesablauf.

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    Was hält die Zukunft des Internets bereit? - Depositphotos

    Das untermauert auch eine Langzeitstudie der Universität Zürich aus dem Jahr 2025: Demnach verbringen Schweizerinnen und Schweizer im Schnitt 5,7 Stunden täglich online. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 8,4 Stunden.

    Ein Blick in die Zukunft

    Die Entwicklung des Internets schreitet weiter voran. Technologien wie künstliche Intelligenz oder Quantencomputing werden die digitale Welt weiter verändern. Wie wir damit umgehen, wird in Zukunft zu einer grossen Herausforderung.

    Kommentare

    User #1303 (nicht angemeldet)

    Eigentlich existiert das Internet schon länger. Etwa seit 1969. Damals wurde es durch das US Militär genutzt und hiess Arpanet. Hehehe. LOL.

    User #5974 (nicht angemeldet)

    Maaan, da werd ich ja direkt nostalgisch, wenn ich zurück denke, wie FREI und UNBESCHWERT das Internet anfangs der 90ern noch war!! Als man gerade mal das NOKIA 1011, als seine neueste Erungenschaft nennen konnte, und das Internet gerade mal anfing, so richtig interessant zu werden! Dagegen befinden wir uns heute in einer sehr kastrierten, überreglementierten, nur auf Gewinn ausgerichteten und komplett bevormundeten Zeit des Internets, welches nur noch als Geissel empfunden werden kann, denn die Mehrheit der Angebote, dienen in erster Linie nicht den Nutzern, sondern irgendwelchen Konzernen und Grossunternehmern! Dass das Eine oder Andere dem Benutzer noch einen "Vorteil" bietet, ist bloss der Lockstoff, der ihn am weiteren konsumieren hält! Aber das alles kann nur wissen wer diesen digitalen Wandel der Zeit komplett miterleben durfte (oder musste?).

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