Informationskompetenz

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    Informationskompetenz: Empathie gegen Fake News und Hassreden

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    Bern,

    Für Informationskompetenz: Mehrere Studien haben sich damit auseinandergesetzt, was für eine Rolle Empathie im Kampf gegen Fake News und Hassreden spielen kann.

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    Verschiedene Studien zeigen die Wirksamkeit von Empathie im Kampf gegen Fehlinformationen und Hassreden. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kampf gegen Fake News und Hassreden ist Empathie eine starke Waffe.
    • Empathie wirkt in der Bekämpfung von Fehlinformationen.
    • Die Förderung von Empathie ermöglicht eine effektivere Kommunikation.

    Eine Studie der britischen Akademie hat ergeben, dass Empathie ein wirkungsvolles Mittel in der Kommunikation mit Impfskeptikern ist. Empathie erhöht die Chancen, Impfskeptiker von den Vorteilen der Impfung zu überzeugen. Der emotionale Ton der Online-Interaktionen im Zusammenhang mit Impfstoffen ist jedoch oft negativ und anklagend. Dies behindert die Entwicklung von Empathie und einen produktiven Dialog.

    Wie Empathie den Pro-Impf-Diskurs vorantreibt

    Empathie spielt eine wichtige Rolle im Diskurs über Fehlinformationen. Sie kann die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen unterschiedliche Perspektiven und Argumente wahrnehmen und darauf reagieren. Empathie ermöglicht konstruktivere Gespräche, die zu einer grösseren Bereitschaft führen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertenmeinungen zu berücksichtigen. Dadurch kann Empathie die Informationskompetenz der Diskursteilnehmer verbessern.

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    Wer Empathie zeigt, ist bereit auf die Gedanken, Argumente und Gefühle anderer einzugehen. - zVg

    Daher zielen die Bemühungen von Organisationen wie IoVaccino oder LesVaxxeuses darauf ab, Empathie und Verständnis zu fördern. So soll Fehlinformationen entgegengewirkt und einen Pro-Impf-Diskurs gefördert werden.

    Diese Organisationen haben erkannt, wie wichtig Einfühlungsvermögen bei der Kontaktaufnahme mit impfunwilligen Menschen ist. Sie versuchen intensiv auf deren Bedenken einzugehen. Die alleinige Verwendung von Fakten zur Bekämpfung von Fehlinformationen und Erhöhung der Informationskompetenz zeigte gemäss dieser Studie keinen substantiellen Effekt.

    Irland: Trendumkehr der Impfrate dank Empathie

    Das Forscherteam untersuchte auch einen Fall in Irland im Zusammenhang mit der Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV). Die Gesundheitsinstitution «Health Service Executive (HSE)» wurde von einer Anti-Impfgruppe namens R.E.G.R.E.T angegriffen. Die Studie zeigt, dass die HSE in Zusammenarbeit mit der Patientenanwältin Laura Brennan eine Trendumkehr erreichte.

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    Einfühlungsvermögen kann die Informationskompetenz erhöhen. - zVg

    In nur zwei Jahren vermochten sie die Impfrate, um mehr als 20 Prozent zu erhöhen. Laura Brennans Engagement verband eine sehr persönliche und emotionale Geschichte mit einem guten Verständnis der Fakten. Ein gelungenes Beispiel für die Kombination von Empathie und Evidenz zur Förderung der Informationskompetenz.

    Informationskompetenz: Wie Empathie gegen Hassreden wirkt

    Eine weitere Studie der ETH und Universität Zürich zeigt auf, dass Empathie fremdenfeindliche und rassistische Hassreden reduzieren kann. Die Reduktion ist empirisch zwar relativ gering ausgefallen. Die Studie zeigt dennoch die zentrale Rolle der Empathie in der Bekämpfung von Online-Hetze hin.

    Beim Experiment stand der Kurznachrichtendienst Twitter im Zentrum. Dafür wählten die Forschenden 1350 Twitternutzer aus, die fremdenfeindliche oder rassistische Kommentare von ihrem Profil aus abgesetzt hatten. Im Rahmen des Experiments reagierte ein neutral gestalteter Bot auf drei verschiedene Arten: Mit Humor, mit Warnhinweisen oder mit Empathie. Die Forscher fanden dabei heraus, dass empathische Antworten auf hasserfüllte Kommentare wirksamer sind als Humor oder Warnungen.

    Bestätigung früherer Studienergebnisse

    Diese Ergebnisse spiegeln frühere Forschungsergebnisse wider. Direkte Gespräche und die Förderung von empathischen Gefühlen tragen dazu bei, feindliche Einstellungen gegenüber marginalisierten Gruppen zu verringern. Empathie erinnert Kommentatoren daran, dass ihre Worte Menschen verletzen können.

    Die Konsistenz des gemessenen Effekts der Nutzung der Empathie, um Fehlinformation und Hassreden zu reduzieren, ist erstaunlich. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, in Online-Diskussionen Empathie und Verständnis zu fördern. Dies kann zu einer effektiveren Kommunikation und einer erhöhten Informationskompetenz beitragen.

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