Immobilien: Schweizer möchten näher bei ihrer Familie wohnen
Bescheidene Wohnwünsche für 2026: Kleine Veränderungen im eigenen Zuhause stehen im Vordergrund. Der Wunsch nach mehr Nähe zur Familie gewinnt an Bedeutung.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Umfrage zeigt: Hierzulande sind 70 Prozent zufrieden mit ihrer Wohnsituation.
- 76 Prozent der Befragten wünschen sich, näher bei ihrer Familie zu wohnen.
Gut drei Viertel der Menschen in der Schweiz fühlen sich dort, wo sie wohnen, wohl. Dies zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Immobilienportals newhome. Nur 20 Prozent der Befragten sind mit ihrer Wohnsituation sehr oder eher unzufrieden.
Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass Tessinerinnen und Tessiner am häufigsten unzufrieden mit ihren Wohnverhältnissen sind. Auch die Besitzverhältnissen spielen eine Rolle: Eigentümer geben häufiger an, entweder sehr zufrieden oder sehr unzufrieden zu sein, während sich Mieterinnen und Mieter eher im mittleren Zufriedenheitsbereich bewegen.
Geht es um konkrete Wohnvorhaben fürs Jahr 2026, stehen eher kleinere Veränderungen im Fokus: 44 Prozent möchten ihre Wohnung entrümpeln, rund ein Viertel will sich den Keller vornehmen und dort für mehr Ordnung sorgen.
Ebenfalls beliebt sind die Neubepflanzung von Garten oder Balkon sowie die Anschaffung neuer Möbel. Grössere Vorhaben wie ein Umzug, eine energetische Sanierung oder die Renovation des Badezimmers wollen hingegen nur die wenigsten angehen.

Jüngere wünschen sich mehr Platz
Fragt man danach, was an der aktuellen Wohnsituation geändert werden sollte, zeigen sich viele Befragte insgesamt zufrieden. Nur 15 Prozent wünschen sich mehr Wohnfläche, während 68 Prozent keinen Änderungsbedarf beim Platz verspüren.
Mit zunehmendem Alter nimmt der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum deutlich ab. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Zimmerzahl: Rund zwei Drittel sind mit der aktuellen Aufteilung zufrieden.
In den Altersgruppen unter 45 Jahren ist die Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnungsgrösse hingegen tiefer (55%); knapp ein Drittel wünscht sich ein zusätzliches Zimmer. Eigentümerinnen und Eigentümer zeigen sich mit Wohnfläche und Zimmeranzahl zudem deutlich zufriedener als Mieterinnen und Mieter.
Besonders ausgeprägt sind Veränderungswünsche bei jungen Erwachsenen: 18– bis 29-Jährige äussern öfters den Wunsch nach mehr Platz und zusätzlichen Zimmern und haben auch überdurchschnittlich oft Umzugspläne.

Auch der Wunsch nach Eigentum ist weit verbreitet: 53 Prozent jener, die aktuell zur Miete wohnen, können sich vorstellen, Wohneigentum zu erwerben. Gleichzeitig würden 28 Prozent aller Befragten gerne ihre Wohnkosten senken.
Mit zunehmendem Alter wächst der Wunsch nach Nähe zur Familie
Am grössten ist jedoch der Wunsch, näher bei der Familie zu wohnen: Insgesamt trifft dies für 76 Prozent der Befragten zu, bei den über 45-Jährigen sogar für 84 Prozent, gegenüber 60 Prozent bei den unter 29-Jährigen.
Ein klarer Unterschied zeigt sich zudem zwischen Eigentümer- und Mieterschaft: Während Eigentümerinnen und Eigentümer häufiger in Renovationen, Sanierungen oder neue Küchen und Bäder investieren, denken Mieterinnen und
Ein klarer Unterschied zeigt sich zudem zwischen Eigentümer- und Mieterschaft: Während Eigentümerinnen und Eigentümer häufiger in Renovationen, Sanierungen oder neue Küchen und Bäder investieren, denken Mieterinnen und Mieter eher über einen Umzug, mehr Platz oder eine neue Umgebung nach. Kurz gesagt: Bei Unzufriedenheit investieren Eigentümer – Mieter orientieren sich neu.













