Gesundheit Aargau: Was in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen darf

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Aarau,

    Auch im lange herbeigesehnten Urlaub können gesundheitliche Probleme auftreten. Eine kleine Reiseapotheke darf darum nicht im Gepäck fehlen.

    Gesundheit Aargau
    Wenn Sie auf Reisen gehen, müssen Sie unbedingt an die Reiseapotheke denken. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jedes Jahr erkranken Tausende Menschen im Urlaub.
    • Ein relativ neues Phänomen ist die sogenannte Leisure Sickness.

    Endlich Ferien – und ausgerechnet dann bekommt man Migräne oder eine Magen-Darm-Erkrankung. Manchmal stecken tatsächlich körperliche Beschwerden dahinter. So kann der Kontakt mit verschmutztem Trinkwasser schnell zur gefürchteten Reisediarrhö führen.

    Hinzu kommen Stürze und andere Unfälle, die beim Ausüben sportlicher Aktivitäten oder durch körperliche Überforderung entstehen. In seiner Statistik für das Jahr 2024 zählt der TCS insgesamt 7234 schwerere Vorfälle. Leichte Erkrankungen werden dagegen statistisch nicht erfasst. Gegen diese können Sie sich mit einer Reiseapotheke wappnen.

    Waren Sie schon einmal krank im Urlaub?

    Die wichtigsten Bestandteile der Reiseapotheke

    Der Inhalt und Umfang der Reiseapotheke hängt vor allem vom Reiseziel und von den geplanten Aktivitäten ab. Wenn Sie in den Bergen wandern gehen, brauchen Sie eher Verbandszeug und Kühlsalben als beim Urlaub am Strand. Es gibt jedoch einige Dinge, die in keiner Reiseapotheke fehlen dürfen.

    Gesundheit Aargau
    Gesundheit Aargau: Um Wunden abzubinden, ist Verbandsmaterial besonders wichtig. - Depositphotos

    Dazu gehört ein allgemeines Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol und eine Salbe, die bei leichten Prellungen, Verstauchungen und anderen Muskelschmerzen hilft. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, nehmen Sie ein Medikament gegen Durchfall und eines gegen Reiseübelkeit mit. Ebenfalls sinnvoll sind ein Desinfektionsspray für die erste Hilfe bei Schrammen und Schürfwunden, und Pflaster in mehreren Grössen.

    Reiseapotheke
    Die mobile Reiseapotheke sollte die wichtigsten Dinge enthalten. - Depositphotos

    Denken Sie dazu an sommerliche Artikel, die Sie auch im Alltag zum Schutz der Gesundheit im Aargau verwenden: Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor für den Aufenthalt im Freien und After Sun zur Beruhigung geröteter Haut. Verbringen Sie die Ferien an Flüssen oder Seen, darf ein Mückenschutzmittel nicht fehlen. Planen Sie lange Wanderungen in der Natur, gehört eine Zeckenzange in die Reiseapotheke.

    Gesundheit Aargau: Beratung zur Gesundheit im Aargau vor der Reise

    Bei chronischen Krankheiten oder Allergien sollten Sie sich vor den Ferien zu Fragen rund um die Gesundheit beraten lassen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen zusätzliche Medikamente, die Sie regelmässig benötigen, verschreiben.

    So haben Sie einen ausreichenden Vorrat und sind nicht auf Apotheken vor Ort angewiesen. Wichtig sind vor allem verschreibungspflichtige Medikamente, die Sie im Ausland möglicherweise gar nicht kaufen können.

    Gesundheit Aargau
    Gesundheit Aargau: Besprechen Sie mit Ihrem Vertrauensarzt, welche Medikamente Sie vor der Reise mitnehmen sollten. - Depositphotos

    Lassen Sie sich bei Auslandsreisen eine englischsprachige Bescheinigung ausstellen, dass Sie bestimmte Medikamente brauchen. Dies kann viel Ärger beim Zoll ersparen. Beachten Sie, dass Medikamente trotz gleichem Wirkstoff einen anderen Namen im Ausland haben können. Notieren Sie sich wichtige Wirkstoffe, zum Beispiel Dimenhydrinat (gegen Reiseübelkeit) oder Loperamid (gegen Reisediarrhö).

    Das Phänomen der Leisure Sickness

    Nicht immer liegen tatsächliche körperliche Gründe für eine Erkrankung in den Ferien vor. Viele Menschen, die beruflich stark gestresst sind, neigen in der Freizeit dazu, krank zu werden oder sich erschöpft zu fühlen.

    Urlaub krank
    Wenn wir im Urlaub krank werden, ist das besonders ärgerlich. - Depositphotos

    Dieses Phänomen wird auch als Leisure Sickness bezeichnet. In einer Studie der Internationalen Hochschule (IU) gaben 72 Prozent der Befragten an, dieses Gefühl zu kennen. Jeder Fünfte erlebt es sogar regelmässig. Die Daten für Deutschland lassen sich auch auf die Schweiz übertragen.

    Ein Patentrezept gibt es nicht. Wichtig ist, schon vor den Ferien mit dem Stressabbau zu beginnen. Dazu gehört eine Pufferzeit von zwei bis drei Tagen zwischen letztem Arbeitstag und Abreise.

    Dazu können leichte Entspannungsmittel in der Reiseapotheke helfen: Lavendelspray auf dem Kopfkissen wirkt beispielsweise beruhigend und entspannend. Auch ein Massageöl ist eine gute Idee: Massieren Sie sich nach der Ankunft mit Blick aufs Meer die Anspannung aus Schultern und Nacken.

    Kommentare

    User #6239 (nicht angemeldet)

    Völlig falsch. Eine vernünftige Reiseapotheke muss nur ein Mittel enthalten: eine Flasche Jim Beam. Hilft gegen alles.

    User #4994 (nicht angemeldet)

    Ich bin auch in den Ferien maximal am Sa./So. krank, meine Mitarbeiteruffälligerweise immer unter der Woche und nur dann gehen sie am 1. Tag bereits zum Tökti, Rezept inkl…. Schelm wer was Böses denkt.

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