Gesundheit Aargau: Endlich rauchfrei leben – so gelingt der Ausstieg

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Aarau,

    Ein Rauchstopp gelingt mit klarer Vorbereitung, starker Motivation und gezielter Unterstützung. So können Sie rauchfrei und gesund in die Zukunft blicken.

    Gesundheit Aargau
    Endlich weniger rauchen und rauchfrei leben ist mit viel Motivation möglich. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Schweiz ist das Rauchen auch unter jungen Erwachsenen verbreitet.
    • Wir zeigen, wie die Sucht gestoppt werden kann.

    Ein Leben ohne Tabakrauch kann ein wichtiges Ziel sein: Rauchen beeinflusst die Gesundheit, den Alltag und schliesslich die Lebensqualität. Doch der Weg zum rauchfreien Leben ist oft anspruchsvoll. Im Folgenden wird erklärt, warum der Ausstieg schwierig ist – und wie er gelingen kann.

    Die Lage in der Schweiz

    Auch heute rauchen noch viele Personen in der Schweiz. Laut Bundesamt für Statistik gaben im Jahr 2024 etwa 24 Prozent aller Personen ab fünfzehn Jahren an, regelmässig Tabak zu konsumieren. Rauchen ist also weiterhin verbreitet – wenn auch rückläufig.

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    Gesundheit Aargau: Mit dem Rauchen aufzuhören, kann schwierig sein. Trotzdem lohnt es sich. - Depositphotos

    Besonders hoch ist der Konsum bei jungen Erwachsenen. Beim Suchtmonitoring Schweiz zeigte die Erhebung 2025, dass rund ein Drittel der Personen zwischen 15 und 29 raucht oder alternative Tabakprodukte nutzt.

    Rauchen Sie?

    Warum ist der Ausstieg schwer?

    Rauchen ist nicht nur eine Gewohnheit. Es ist eine Sucht. Nikotin verändert das Gehirn und sorgt dafür, dass es zunehmend schwerer fällt, ohne Tabak auszukommen.

    Etwa 60 Prozent der täglich Rauchenden in der Schweiz möchten mit dem Rauchen aufhören. Laut dem Bundesamt für Gesundheit entspricht das knapp 700'000 Personen. Etwa 30 Prozent der Raucherinnen und Raucher geben zudem an, innerhalb der nächsten sechs Monate einen Rauchstopp zu planen.

    Viele Rauchende erleben beim Versuch, aufzuhören, Entzugserscheinungen. Dazu zählen Nervosität, Schlafstörungen oder ein gesteigertes Verlangen nach Nikotin.

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    Der Körper gewöhnt sich an den Nikotinkonsum. - Depositphotos

    Oft sind auch soziale Faktoren beteiligt. Wenn Freundinnen oder Freunde rauchen, kann das Verlangen grösser sein.

    Bestimmte Situationen wecken Erinnerungen an das Rauchen, etwa nach dem Essen oder in der Pause. Solche Gewohnheiten sind tief verankert und lassen sich nicht mit einem einzigen Entschluss überwinden.

    Gesundheit Aargau: Vorbereitung auf den Rauchstopp

    Ein erfolgreicher Rauchstopp beginnt lange vor dem letzten Zug an einer Zigarette. Es hilft, das eigene Rauchverhalten zu beobachten.

    Fragen wie «Wann greife ich zur Zigarette?» oder «Welche Situationen lösen das Verlangen aus?» sind hilfreich. Doch oft reicht das noch nicht aus, um rauchfrei zu werden.

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    Oft stört der Rauch auch Familienangehörige oder Freunde, was zu Unannehmlichkeiten führen kann. - Depositphotos

    Viele Menschen setzen sich ein konkretes Datum für den Rauchstopp. Ein fixer Termin schafft Klarheit und kann die Motivation stärken. Besonders beliebt ist der Tag nach Silvester. Als Neujahrsvorsatz wird nicht nur gerne abgenommen, sondern auch gerne rauchfrei gelebt.

    Unterstützung ist ebenfalls wertvoll. Gespräche mit Partnerinnen oder Partnern, Freundinnen oder Freunden schaffen Rückhalt.

    Bewährte Hilfsmittel und Programme

    Es gibt verschiedene Wege, um den Ausstieg zu erleichtern. Diverse therapeutische Angebote gehören zu den wirksamsten Methoden. In Rauchfrei-Sitzungen lernen Teilnehmende, ihre Gewohnheiten zu erkennen und zu ändern.

    Solche Programme gibt es bei Gesundheitszentren oder Suchthilfeorganisationen. Aber auch privat treffen sich oft Freunde oder Bekannte und versuchen den Ausstieg gemeinsam.

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    Es gibt Kampagnen, die Menschen dabei unterstützen, aktiv mit dem Rauchen aufzuhören. - Depositphotos

    Auch Nikotinersatzprodukte können helfen. Pflaster, Kaugummi oder Lutschtabletten geben dem Körper eine reduzierte Nikotindosis. Die Entzugserscheinungen fallen so meist schwächer aus.

    Auch das Nikotin-Stopp-Angebot der Lungenliga Aargau ist eine Möglichkeit, die Sucht zu bekämpfen.

    Digitale Angebote unterstützen und motivieren zusätzlich. Apps oder Online-Programme begleiten den Rauchstopp mit Tipps, Erinnerungen und Erfolgsmessungen. Diese Tools sind oft flexibel einsetzbar und für viele Personen eine gute Ergänzung zu anderen Massnahmen.

    Der Umgang mit Rückfällen

    Rückfälle gehören für viele Menschen zum Verlauf des Rauchstopps. Sie sind kein Zeichen von Schwäche. Stattdessen geben sie Hinweise darauf, welche Situationen besonders schwierig sind.

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    Rückfälle beim Rauchstopp können passieren und sind menschlich. - Depositphotos

    Wichtig ist, aus einem Rückfall zu lernen. Welche Auslöser führten dazu? Gab es Stress oder spezielle soziale Umstände? Nur so kann der Auslöser analysiert und ein neuer Versuch gestartet werden.

    Rückfälle können auch Anlass sein, professionelle Hilfe zu suchen. Suchthelferinnen oder -Helfer unterstützen dabei, den Prozess neu zu strukturieren. Selbsthilfegruppen sind ein weiterer Weg, um Erfahrungen auszutauschen und neue Motivation zu finden.

    Gesellschaftliche Unterstützung und klare Ziele

    Nicht nur das individuelle Verhalten zählt. Auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen den Tabakkonsum. Präventionsprogramme in Schulen, strengere Vorschriften für Werbung und Nichtraucherschutz an öffentlichen Orten sind wichtige Bestandteile einer umfassenden Gesundheitsförderung.

    Das Bundesamt für Gesundheit fördert Informationskampagnen und Unterstützungsangebote. Ziel ist es, Rauchen besonders bei Jugendlichen weiter zu reduzieren.

    Rauchfrei zu leben ist ein Prozess. Er benötigt klare Ziele, gute Vorbereitung und geeignete Unterstützung. Rückfälle sind menschlich und können auftreten. Wichtig ist, nach einem möglichen Rückfall nicht zu stoppen, sondern weiterzumachen, bis der Weg geebnet ist.

    Kommentare

    User #3065 (nicht angemeldet)

    Frappant. Letzte Woche habe ich darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, mit dem Rauchen aufzuhören (User #8321), da es viel schädlicher ist als Alkohol und die Schweiz (im europäischen Vergleich) einen hohen Anteil an Rauchern hat. Schön zu sehen, dass es sofort einen Artikel darüber gibt. Was ich nicht verstehe, ist, dass ihr eure eigenen Aktivitäten in diesem Bereich nicht erwähnt! : KSA Lufitbus-Projekt. Selbst wenn ihr als KSA nicht vorhabt, dieses Projekt zu wiederholen, hättet ihr dennoch auf die inhaltlichen Aspekte dieses Projekts hinweisen können: unter anderem, Empfohlene Untersuchung der Lunge! Es ist mir immer noch ein Rätsel, wer solche Artikel schreibt... ein externes Büro? Für mich wäre es logisch, dass Artikel inhaltlich (vorher und nachher) mit den von der KSA angebotenen Dienstleistungen in Verbindung stehen. Die Lungenabteilung ist eine sehr stark frequentierte Abteilung mit einer hohen Arbeitsbelastung aufgrund der Flut von Lungenpatienten. Eine inhaltliche Abstimmung mit den Lungenabteilungen in Aargau und den Werbeartikeln wäre daher aufgrund der enormen gesundheitlichen Bedeutung der Lungenabteilungen (und natürlich der Patienten) sinnvoll. Rauchen ist ein langfristiges Problem für das Gesundheitswesen und sollte daher einen strukturellen und somit integralen Ansatz haben, damit eine Kontinuität in der Öffentlichkeitsarbeit entsteht. Ein einzelner Artikel hilft vielleicht nicht so viel (aber gut, dass es ihn gab).

    User #5743 (nicht angemeldet)

    Genau ich habe 40 Jahre geraucht am Ende angefangen zu reduzieren bis auf 5 am Tag, danach ganz mit Zigis, dann noch 6 Monate e zigi und chli vape aber dass ist so gruusig dass man grad am Stromkabem nuckeln dann habe ich ganz aufgehört, vor 4,5 Jahren, Das Verlangen ist noch da, aber kontrollierbar ohne in einen Stress zu kommen. Wünsche allen Die es versuchen, dass es klappt und bin jetzt schon stolz auf Euch

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