Dark Patterns: 5 fiese Tricks beim Online-Shopping

Kiran Iqbal
Kiran Iqbal

Bern,

Schnäppchenjagd im Netz klingt verlockend. Hinter vielen Angeboten lauern jedoch Tricks, die unbewusst in die Irre führen. Wer sie kennt, spart Nerven und Geld.

Nachdenklicher Mann mit Smartphone und Kreditkarte
Dark Patterns lenken deine Kaufentscheidungen – oft unbemerkt und geschickt versteckt. - Depositphotos

Ein kurzer Blick, ein Klick – und schon navigierst du durch das trickreiche Labyrinth des Online-Shoppings. Doch hinter der scheinbaren Leichtigkeit verbergen sich gezielte Mechanismen, die deine Kaufentscheidung lenken.

Händler nutzen clevere Kniffe, damit du öfter und mehr bestellst, als du eigentlich willst. Das Gefühl von Freiheit im Shopping wird so geschickt ins Gegenteil verkehrt. Wer die Maschen kennt, die auch «Dark Patterns» genannt werden, behält die Kontrolle.

1. Abos, die sich verstecken

Ein Gratis-Monat klingt nach einem fairen Test. Doch im Hintergrund tickt oft ein Abo, das sich automatisch verlängert und nur schwer zu kündigen ist.

Frau am Smartphone
Gratis testen? Klingt verlockend, könnte aber eine Abo-Falle sein. - Depositphotos

Häufig führen die Links zur Beendigung ins Leere oder sind bewusst in Untermenüs versteckt. Statt eines schnellen Abmeldens folgt eine endlose Klick-Odyssee, manchmal sogar mit der Pflicht zum Telefonat.

2. Countdown-Druck im Warenkorb

Aufblitzende Uhren sollen dir suggerieren, dass ein Angebot gleich verschwindet. Dieser Druck löst «Fomo» aus – die Angst, etwas zu verpassen.

In der Realität laufen viele Timer einfach neu an, sobald die Zeit abgelaufen ist. So entsteht der Eindruck von Dringlichkeit, die faktisch gar nicht besteht. Wer diesen Trick kennt, nimmt sich bewusst die Zeit zum Überlegen.

3. Versteckte Zusatzkosten

Oft wirken Preise auf den ersten Blick attraktiv, doch am Ende des Bestellprozesses tauchen Versand, Gebühren oder Sonderkosten auf. Diese Überraschungen kommen meist erst, wenn du schon viel Zeit ins Ausfüllen gesteckt hast.

Wer dann nicht abbrechen will, akzeptiert den höheren Preis. Shops setzen gezielt darauf, dass du aus Bequemlichkeit weiterklickst. Transparenz sieht anders aus.

4. Aufdringliche Pop-ups und Erinnerungen

Permanente Eingabefelder, blinkende Fenster oder Erinnerungen ans volle Warenkörbchen sollen dich mürbe machen. Irgendwann gibst du nach und folgst der Aufforderung – sei es beim Newsletter oder beim Kauf.

Frau nachdenklich am Laptop mit Kreditkarte
Ständige Einblender und Hinweise nagen beim Online-Shopping nicht selten an deiner Geduld und zwingen dich zu schnellen Entscheidungen. - Depositphotos

Die ständige Unterbrechung treibt dich emotional in eine Ecke. Der eigentliche Entscheid wird so weniger rational getroffen. Ein klarer Kopf entsteht nur, wenn du Pop-ups konsequent wegklickst.

5. Datensammeln durch voreingestellte Häkchen

Viele Shops lassen dich nur weiter, wenn du ein Konto anlegst und persönliche Infos teilst. Oftmals sind Häkchen für Datenweitergabe dabei schon aktiviert.

So fliessen deine Angaben an externe Partner, ohne dass du es wirklich bemerkst und vor allem willst. Wer bewusst alle Einstellungen prüft, behält die Kontrolle über seine Daten. Ein Gast-Checkout ist fast immer die sicherere Wahl.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #6086 (nicht angemeldet)

Kaufe nix online, ich will die Ware im Geschäft sehen/probieren.

User #1947 (nicht angemeldet)

Ich habe keine Geld um irgend etwas ausser Nahrung zu kaufen, damit ich mir die gestiegenen Krankenkassenprämien und Mieten leisten kann.

Weiterlesen

Shopping
8 Interaktionen
Darauf achten!
Laptop, Kreditkarte
8 Interaktionen
Aufgepasst

MEHR SHOPPING

Shopping
20 Interaktionen
Eine Übersicht
Shopping
32 Interaktionen
Macht der Influencer
Shopping
15 Interaktionen
Shopping Psychologie
Shopping
24 Interaktionen
Shopping

MEHR AUS STADT BERN

Vegan Mensa
11 Interaktionen
Bern
SCL Tigers
3 Interaktionen
Biel unglücklich
YB
321 Interaktionen
Ausschreitung