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    Shopping: Sicherheit beim Online-Einkauf

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Bern,

    Die Schweizer Bevölkerung shoppt gerne online, achtet dabei aber nicht immer auf ihre Sicherheit. Diese Tipps zum Shopping helfen.

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    Wer gerne online einkauft, muss auf seine Sicherheit achten. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Jahr 2023 gaben Privatpersonen in der Schweiz 14,4 Milliarden Franken online aus.
    • Der grösste Teil der Ausgaben entfällt auf Einkäufe im Inland.

    Trotz der Corona-Delle hat sich der Onlinehandel in der Schweiz in den letzten Jahren enorm positiv entwickelt. Von 2015 bis 2021 haben sich die Onlineeinkäufe im Land verdoppelt und erreichten 2023 wieder das Vor-Corona-Niveau. Ganze 14,4 Milliarden Schweizer Franken gaben Privatpersonen laut «statista» online aus.

    Fühlen Sie sich sicher, wenn Sie online einkaufen?

    Shopping: Cyberkriminalität in der Schweiz floriert

    Allerdings stieg im gleichen Zeitraum auch die digitale Kriminalität, besser als Cyberkriminalität bekannt. Wo Menschen viel Geld ausgeben, sind Betrüger und Bauernfänger schliesslich nie weit. Insgesamt 30'331 Fälle von Cyberbetrug verzeichnete die polizeiliche Statistik für 2023. Die Aufklärungsrate lag bei mageren 18,3 Prozent.

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    Viele Internetbetrügereien finden beim Shopping im Internet statt. - Depositphotos

    Cyber-Betrug hat viele Formen und findet häufig beim Online-Shopping statt. Zu den grössten Gefahren in diesem Bereich gehören das Abfangen von Zahlungsdaten an unsicheren Stellen und sogenannte Fake Shops. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich Betrug vermeiden.

    Vorsicht mit Passwörtern und Bezahldaten

    Grundsätzlich sollten Bezahlvorgänge nur über sichere Verbindungen ausgeführt werden. Dazu gehört das eigene passwortgeschützte WLAN zu Hause und das Mobilfunknetz. Auf keinen Fall sollten Zahlungsvorgänge in öffentlichen WLAN-Netzen durchgeführt werden.

    Selbst wenn diese nach aussen passwortgeschützt sind, können sich innerhalb des Netzes Betrüger tummeln und Daten abfischen. Wer beispielsweise unbedingt im Bahnhof ein Zugticket online kaufen will, der sollte dies über das wesentlich sicherere Mobilfunknetz tun.

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    Passwörter und persönliche Daten sollten beim Online-Shopping unbedingt verschlüsselt werden. - Depositphotos

    Für häufig genutzte Shoppingportale ist heute die sogenannte Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) empfehlenswert. Dabei wird eine zweite Form der Freigabe gefordert, die meist über das Smartphone erfolgt. So kann der Händler einen mehrstelligen Code per SMS schicken, der dann auf der Website auf dem Laptop eingegeben wird. Hat ein Betrüger also ein Passwort erbeutet, nutzt ihm dies nichts, wenn er nicht auch Zugriff auf das Smartphone hat.

    Shopping: Fake-Shops vermeiden

    Eine beliebte Betrugsmasche sind sogenannte Fake-Shops: Internetkriminelle richten einen Webshop ein, in dem sie scheinbar unwiderstehliche Angebote machen. Gerade bei teuren Designermarken und stark nachgefragten Must-haves greifen hier viele gerne nach den angeblichen Schnäppchen.

    Fake-Shops
    Fake-Shops sind nicht immer sofort erkennbar, achten Sie auf verschiedene Hinweise. - Depositphotos

    Dabei gilt hier die alte Weisheit: «Was zu gut scheint, um wahr zu sein, das ist auch zu gut, um wahr zu sein». Im besten Fall erhalten die Käuferinnen und Käufer billige Imitate aus China.

    Doch in den meisten Fällen bekommen sie gar nichts: Die Betrüger haben sich mit dem Geld aus dem Staub gemacht. Im schlimmsten Fall haben sie sogar Daten wie Kreditkartendaten erbeutet.

    Fake Shops erkennen

    Leider werden die Betrüger immer raffinierter, sodass sich Fake Shops heute nicht mehr so leicht an schlechter Rechtschreibung erkennen lassen. Ein eindeutiger Warnhinweis ist noch immer das fehlende Impressum, denn damit verstösst der Webshop gegen das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb.

    Seriöse Kontaktdaten enthalten eine postalische Anschrift und eine Telefonnummer, unter der das Unternehmen kontaktiert werden kann. Wer Zweifel an der Anschrift hat, sollte sie bei einem Kartendienst online überprüfen, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Vorsicht ist vor allem bei Postfächern in weit entfernten Ländern geboten.

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    Die meisten Shops lassen sich anhand von Gütesiegel, Impressum oder anderen Daten schnell als echt überprüfen. - Depositphotos

    Ein guter Onlineshop zeichnet sich ausserdem durch die Verwendung von Gütesiegeln aus. In der Schweiz (Domainendungen .ch) ist dies die Swiss Online Garantie. Das Schweizer Gütesiegel steht für Sicherheit und Orientierung beim Online-Shopping.

    Auf internationaler Ebene übernimmt Trusted Shops diese Rolle. Aber Vorsicht: Manche Fake-Shops fälschen sogar diese Gütesiegel. Es lohnt sich, auf den Websites der Herausgeber nachzusehen, ob der Shop dort tatsächlich bekannt ist.

    Bei E-Mails skeptisch sein

    Eine weitere Betrugsmaschine sind E-Mails, die angeblich von Online-Shops kommen. Dabei geht es oft um eine scheinbar nicht bezahlte Rechnung. Dabei wird gerne noch Druck mit scheinbar drohendem Inkasso aufgebaut. Auf keinen Fall sollten Links in der Mail angeklickt werden, da diese zu gefälschten Seiten führen.

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    Auch bei E-Mails sollten Sie genau darauf achten, ob sie wirklich von dem Online-Shop stammen, bei dem Sie bestellt haben. - Depositphotos

    Wer Zweifel hat, ob beim Onlinehändler des Vertrauens noch eine Rechnung offen ist, sollte im Kundenkonto nachsehen. Hier sind meist alle Bestellungen und Bezahlungen vom Shopping gelistet. Auch ein Anruf beim Kundenservice kann Klarheit schaffen.

    Kommentare

    User #1853 (nicht angemeldet)

    Darum kaufe ich im Netz nur gegen Rechnung, da bin ich zu 100% auf der sicheren Seite.

    User #2055 (nicht angemeldet)

    Nicht bezahlte Rechnungen Fakes gibt es auch per SMS. Erst kürzlich wurde ich aufgefordert die mir zugeschickte Rechnung wegen zu schnellem Fahren bis spätestens 2. November zu bezahlen, da mir sonst weitere Probleme entstehen würden. Erstens wurde mir nie was geschickt, zweitens kam die SMS aus Polen und drittens bin ich nirgendwo zu schnell gefahren. Niemals auf solche Nachrichten reagieren, SMS als Spam melden und auf keinen Fall den angebotenen Link anklicken.

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