Betreutes Wohnen: Versicherungen im Alter

Redaktion
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Bern,

Ein genauer Versicherungscheck lohnt sich im Alter. Echte Risiken, betreutes Wohnen und der Schutz vor unnötigen Kosten sind dabei wichtig.

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Im Alter braucht es nicht mehr jede Versicherung. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Alter zählen Krankenversicherung, Unfall und Haftpflicht besonders stark.
  • Zusatzversicherungen lohnen sich nur, wenn sie zum Alltag und Wohnmodell passen.
  • Luxusversicherungen sollten Sie kündigen, um Geld zu sparen.

Wer in den Ruhestand geht, dem fällt auch auf, dass sich das Leben verändert. Viele Versicherungen stammen noch aus Zeiten, in denen Kinder im Haus lebten, Kredite liefen oder das Erwerbseinkommen abgesichert werden musste.

Im Rentenalter sollten Sie sich alte Verträge ganz genau anschauen. Nicht die Anzahl der Versicherungen ist entscheidend, sondern deren konkreter Nutzen für die aktuelle Lebenssituation.

Haben Sie viele Versicherungen?

In der Schweiz bleibt die Krankenversicherung das wichtigste Fundament. Sie deckt die medizinische Grundversorgung und wird mit zunehmendem Alter immer zentraler, da Arztbesuche und Behandlungen erfahrungsgemäss häufiger werden.

Laut dem Bundesamt für Statistik stiegen die Gesundheitskosten in der Schweiz im Jahr 2024 um 4,1 Prozent und die Langzeitpflege nahm um 5,9 Prozent zu. Daher sind Versicherungen im Bereich der Kranken- und Gesundheitspflege im Alter nicht nur notwendig, sondern auch wichtig.

Krankenkassen-Zusätze und Unfallschutz hinterfragen

Zusatzversicherungen für halbprivate oder private Spitalaufenthalte bieten mehr Komfort und freie Arztwahl. Im Alter sind sie aber oft sehr teuer. Wer diese Leistungen kaum nutzt, zahlt viel für wenig Nutzen. Deshalb sollte man die Verträge prüfen. Neue Zusatzversicherungen sind im Alter wegen dr Gesundheitsprüfung meist schwer abzuschliessen.

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Im Alter ist es wichtig, gut geschützt zu sein. - Depositphotos

Ein wichtiger und oft vergessener Punkt betrifft den Unfallschutz. Mit dem Ende der Erwerbstätigkeit fällt die Nichtberufsunfallversicherung über den Arbeitgeber weg.

Frischgebackene Rentner müssen die Unfalldeckung daher zwingend in die obligatorische Krankenkasse einschliessen lassen, um eine gefährliche Vorsorgelücke zu vermeiden.

Existenzielle Risiken verlässlich absichern

Eine Privathaftpflichtversicherung ist auch im Ruhestand wichtig. Schon ein kleines Missgeschick kann teuer werden.

Die Versicherung kostet meist nicht viel und schützt vor hohen Forderungen. Wenn die Kinder ausgezogen sind oder der Partner verstorben ist, sollte man den Vertrag an die neue Situation anpassen.

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Auch im Ruhestand sind einige Versicherungen unverzichtbar. - Depositphotos

Auch eine Hausratversicherung bleibt sinnvoll. Feuer, Wasser oder Einbruch können schnell hohe Kosten verursachen.

Wer in eine kleinere Wohnung gezogen ist oder weniger wertvolle Dinge besitzt, kann die Versicherungssumme oft senken und dadurch Prämien sparen.

Eine reine Todesfall- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist nach der Pensionierung dagegen oft nicht mehr nötig. Es gibt kein Arbeitseinkommen mehr abzusichern, und die Kinder stehen meist finanziell auf eigenen Beinen.

Versicherungen zum Leben und betreutes Wohnen

Rechtsschutz- und Reiseversicherungen sind reine Situationsfragen und hängen stark vom persönlichen Lebensstil ab. Wer kaum noch ins Ausland reist, benötigt keine teure Jahresreiseversicherung mehr.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt oft mit dem Umzug in eine Alterswohnung bzw. dem betreuten Wohnen. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium wies bereits 2024 darauf hin, dass betreute Wohnformen in der Schweiz stark an Bedeutung gewinnen.

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Sie können die Versicherungen mithilfe einer Beraterin oder eines Beraters prüfen lassen. - Depositphotos

Vor dem Einzug muss geklärt werden, welche Kosten die Krankenkasse übernimmt. Während Pflegeleistungen teilweise gedeckt sind, müssen Betreuung und Notrufsysteme meist privat bezahlt werden. Auch die Privathaftpflicht sollte für Schäden in den gemeinschaftlich genutzten Räumen der Residenz angepasst werden.

Unnötigen Luxus konsequent streichen

Versicherungen für Handys, Brillen oder Elektrogeräte sind im Alter meist reiner Luxus. Sie sichern keine existenziellen Risiken ab und summieren sich über die Jahre zu erheblichen Beträgen.

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Streichen Sie unnötige Luxus-Versicherungen, Sie verursachen oft nur hohe Kosten. - Depositphotos

Erst kommen die gesetzlichen Pflichtversicherungen, dann der Schutz vor dem finanziellen Ruin wie Haftpflicht und Hausrat, und erst ganz am Schluss folgen Komfortleistungen.

Es empfiehlt sich, die gesamten Versicherungen mindestens alle zwei Jahre oder bei grossen Ereignissen wie einem Umzug zu überprüfen. So können Sie herausfinden, ob es einige Schweizer Franken zu sparen gibt.

Kommentare

User #7531 (nicht angemeldet)

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