Betreutes Wohnen: Demenz vorbeugen und früh erkennen
Demenz lässt sich oft früh erkennen und ihr kann vorgebeugt werden. Aber kann man mit Demenz auch im betreuten Wohnen leben?

Das Wichtigste in Kürze
- Das Demenzrisiko kann durch Früherkennung und einen guten Lebensstil beeinflusst werden.
- Oft lassen sich Anzeichen einer Demenzerkrankung früh erkennen.
- Betreutes Wohnen bietet Sicherheit im Alter und die nötige Unterstützung bei Krankheit.
Demenz ist ein Thema, über das viele erst nachdenken, wenn sie selbst oder die Familie betroffen ist. In der Schweiz leben laut «Alzheimer Schweiz» derzeit rund 150'000 Menschen mit Demenz und jährlich kommen etwa 30'000 Neuerkrankungen hinzu.
Am Anfang fällt es schwer, hinzusehen, aber genau dann ist es besonders wichtig. Die Zeit mit der Familie kann nach der Diagnose umso wichtiger werden. Deswegen heisst es, schnell zu handeln und zu unterstützen.

Es beginnt meistens leise und unauffällig
Oft sind es Kleinigkeiten, die man anfangs noch weg lächelt. Man sucht nach einem geläufigen Namen, verliert mitten im Satz den Faden oder die zeitliche Orientierung gerät für einen Moment ins Wanken. Wir neigen dazu, solche Patzer als «normale Alterserscheinung» zu verdrängen oder ins Lustige zu ziehen. Doch genau solche Momente sind es, in denen wir als Angehörige hellhörig werden sollten.
Wenn diese besagten Momente immer häufiger vorkommen, ist der Gang zum Arzt unbedingt erforderlich. Ideal, wenn Familienangehörige mitkommen, falls es zu einer direkten Diagnose kommt. Der seelische Beistand kann hier oft wichtig sein.
Betreutes Wohnen: Der Weg zur Abklärung in der Schweiz
Der erste Weg führt meistens zum Hausarzt. Ärzte sind die erste Anlaufstelle. Oft wird man dann an eine sogenannte Memory-Klinik oder auch Gedächtnisambulanzen überwiesen, wo genauer untersucht wird, ob eine Demenz vorliegt.

Moderne Tests können feststellen, was im Gehirn passiert. Doch wieso müssen wir wissen, was im Gehirn passiert und wo die Krankheit steht? Viele Behandlungsmöglichkeiten wirken vor allem dann, wenn die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten ist.
Betreutes Wohnen: Was wir selbst bewegen können
Unser Lebensstil kann das Risiko zwar nicht komplett verhindern, aber Er spielt eine Rolle.

Unser Gehirn braucht Sauerstoff. Eine Studie der Universität Zürich aus dem Jahr 2024 zeigt, dass regelmässige körperliche Aktivität die Durchblutung des Gehirns verbessert und dadurch das Demenzrisiko um bis zu 20 Prozent senken kann.
Ebenso spielen die Ernährung und Kontakte eine wichtige Rolle, um Demenz vorzubeugen. Gesunde Fette schützen die Gefässe und soziale Kontakte schützen unsere Seele. Wichtig ist, dass das Gehirn in «Bewegung» bleibt. Wer immer aktiv ist und sich beschäftigt, bleibt oft länger fit.
Betreutes Wohnen: Die Last von den Schultern nehmen
Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Unterstützung zu Hause an ihre Grenzen stösst. Das Betreute Wohnen springt dann als Unterstützer ein. Auch wenn die betroffenen Personen es häufig nicht wahrhaben wollen: Oft ist die Hilfe angebracht und entlastet die Angehörigen.

Für die Angehörigen bedeutet eine solche Einrichtung oft, Last von den Schultern abgenommen zu bekommen.
Betreutes Wohnen: Struktur gibt Sicherheit
Eine Diagnose von Demenz bedeutet nicht das Ende der Lebensqualität. Aber sie verlangt nach einer raschen Änderung des Alltags. Feste Routinen und eine vertraute Umgebung reduzieren Stress bei den Betroffenen.
Wenn Sie als Angehörige oder Kinder merken, dass Sie körperlich oder seelisch an Ihre Grenzen kommen, holen Sie sich Hilfe. Das ist völlig in Ordnung – und niemand wird Sie dafür verurteilen, wenn die Eltern ins betreute Wohnen kommen.
Auch wenn die Erinnerungen bei Demenz oft «verblassen»: Der Kern eines Menschen bleibt. Und so lange Sie es können, versuchen Sie, den Erkrankten abzuholen und zu unterstützen.













