Da dachte man, wenn man die Kerne aus der Chilischote entfernt, wird die Schärfe erträglich. Dabei versteckt sich das feurige Capsaicin dicht daneben.
Chilischoten
Wie scharf eine Chilischote ist, hängt vom Capsaicin-Gehalt der jeweiligen Sorte ab. Besonders viel von dem Scharfmacher befindet sich in den weissen Rippen, an denen die Kerne hängen. - Christin Klose/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schärfe in Chilischoten hängt vom Wirkstoff Capsaicin ab.
  • Die wahre Schärfe befindet sich in den weissen Rippen, an denen die Kerne hängen.
  • Zum Entschärfen von Chili müssen nicht nur die Kerne herausgeschnitten werden.

(dpa/tmn) - Wer eine Chilischote entschärfen will, sollte mehr als nur die Kerne herauslösen. Denn besonders viel des Schärfe-Wirkstoffs Capsaicin befindet sich in den weissen Rippen, an denen die Kerne hängen.

Für den Fall, dass einen trotzdem mal zu viel der Chilischärfe umhaut, empfehlen Experten drei Sofortmassnahmen:

Im Topf

Eine zu feurige Sauce lässt sich mit Erdnussbutter, Honig, Kokosmilch, Frischkäse oder Rahm abmildern. Einfach einrühren, was gerade da ist.

Auf der Haut

Wenn man sich nach dem Schnippeln unbedacht an Nase oder Auge reibt, tut's richtig weh.

Hier hilft leider nur Vorbeugen. Und sonst: Nach dem Schnippeln sofort Hände (und Fingernägel) mit Öl einreiben, dann mit Spülmittel gründlich abwaschen.

Im Mund

Statt mit Wasser die Schärfe im Mund besser mit Milch löschen. Auch Brot oder andere Milchprodukte schwächen die Wirkung von Capsaicin und lindern den Schmerz.

Laut der Wissenschaft ist eine Kombi aus beidem besonders wirksam, etwa als Käsebrot.

Zu wenig Schärfe

Wer sich dagegen darüber wundert, dass Chilipulver zu wenig Schärfe hat, sollte zu Cayennepfeffer greifen. Er besteht zu 100 Prozent aus Chilischoten der Sorte Cayenne.

Chilipulver dagegen ist nur eine milde Gewürzmischung aus Cayennepfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel, Oregano und je nach Mix auch Muskat, Zimt und Nelken.

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