Heute heisst es Low-Carb, morgen Low-Fat und übermorgen High-Carb. Nicht verwunderlich, sind wir von all den Ernährungstrends verwirrt. Was sollen wir glauben?
Smoothie.
Widersprüchliche Ernährungstrends, was ist denn jetzt gesund? - unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Ernährungswissenschaftler widersprechen sich in ihren Ernährungsempfehlungen.
  • Bei Ernährungsstudien können nicht alle Faktoren gemessen werden.
  • Lassen Sie sich nicht zu stark von Ernährungstrends leiten.

Heutzutage gibt es ständig neue Ernährungstrends. Natürlich möchte jeder von uns, sich möglichst gesund ernähren. Das Überangebot an Informationen und neuen Studien kann jedoch auch sehr verwirrend sein.

Denn nicht selten kommt es vor, dass sich Ernährungswissenschaftler sogar widersprechen.

Woher sollen wir wissen, was nun wirklich gesund ist? Und sollen wir diese Studien ernst nehmen?

Margarine plötzlich ungesund

Ein gutes Beispiel für die Widersprüchlichkeit, was gesund sein soll, ist der ewige Konkurrenzkampf zwischen Butter und Margarine. Früher galt unter Experten, dass Butter schlecht und Margarine gut sei.

Butter.
Die Butter soll nun die gesündere Variante sein und Margarine ungesund und schädlich. - unsplash

Inzwischen hat sich dieses Blatt jedoch gewendet. Die Butter soll nun die gesündere Variante sein und Margarine ungesund und schädlich. Auch Brot wird immer wieder stark kritisiert, da es viele Kohlenhydrate enthält.

Ernährungsstudien sind nicht unanfechtbar

Es gibt immer wieder neu aufkommende Trends in Sachen Ernährung. Diese Trends sind zwar meistens mit Studien belegt, doch auch Ernährungsstudien sprechen nicht die unanfechtbare Wahrheit. Bei solchen Studien können beispielsweise nicht alle Faktoren berücksichtigt werden, die Einfluss auf die Gesundheit haben.

Wenn sich der Konsum eines bestimmten Lebensmittels positiv auf eine spezifische Körperfunktion auswirkt, dann kann daraus nicht eindeutig geschlossen werden, woher dieser Effekt kommt.

Jedes Lebensmittel besteht aus zahlreichen Komponenten, Mikronährstoffen, Mineralien, Spurenelementen und verschiedenen Vitaminen.

Gemüse.
Natürlich gibt es Grundsätze, die in der Ernährungswissenschaft gültig sind: So sind Obst und Gemüse gesundheitsfördernd. - unsplash

Aus den Studienergebnissen ist daher manchmal nur schwer ersichtlich, welcher dieser Inhaltsstoffe genau für den positiven Effekt verantwortlich ist.

Den eigenen Ernährungsweg gehen

Es macht daher Sinn, sich nicht zu stark auf diese Studien zu verlassen. Natürlich gibt es aber Befunde, die von der Ernährungswissenschaft immer wieder bestätigt werden. So ist eine ballaststoffreiche Ernährung gesundheitsfördernd, während beispielsweise zuckerhaltige Produkte oder ein Übermass an tierischen Produkte ungesund sind.

Lassen Sie sich von den neuen Ernährungstrends nicht allzu stark beeinflussen. Gehen Sie bei Ihrem Essverhalten stattdessen nach Ihrem persönlichen Empfinden. Denn Sie kennen Ihren Körper wohl am besten.

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