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    Wann Gruppentherapie die bessere Wahl für die Psyche ist

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    Bern,

    Im Stuhlkreis statt unter vier Augen: Psychotherapie wird auch in Gruppen angeboten. Und das hat durchaus Vorteile. Eine besondere Verbundenheit zum Beispiel.

    Gruppentherapie Verbundenheit Verlauf untereinander
    Im Verlauf einer Gruppentherapie entsteht oft eine grosse Verbundenheit untereinander. - Unsplash

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Gruppentherapie ist laut Studien genau so effektiv wie eine Einzeltherapie.
    • Das Plus: Man tauscht sich mit Menschen aus, kann Rat holen, wächst in Verbundenheit.
    • Eine Verschwiegenheitspflicht garantiert, dass geteilte Informationen privat bleiben.

    Vor fremden Menschen seine grössten Probleme auszusprechen – davor haben viele Menschen Hemmungen. Wer sich für eine Psychotherapie entscheidet, wünscht sich daher meist Einzelsitzungen.

    Pluspunkt: Rückmeldung von anderen

    Dabei hat die Gruppentherapie zu Unrecht das Image, eine Behandlung zweiter Klasse zu sein. Denn:

    Studien zeigen, dass sie genauso gut wie Einzeltherapie wirkt. Ganz egal, ob Essstörungen, Depressionen oder Posttraumatische Belastungsstörungen in der Gruppe behandelt werden.

    Ein Vorteil des Stuhlkreises gegenüber des Vieraugengesprächs: «Teilnehmende können lernen, wie sie auf andere wirken, sich mit Menschen austauschen, Ratschläge für ihren Alltag ableiten», so der Psychotherapieforscher Prof. Bernhard Strauss.

    Oft entstehen in der Gruppe eine starke Verbundenheit und das Gefühl, dazuzugehören.

    Vorteil Gruppentherapie Schicksal allein
    Ein Vorteil von Gruppentherapien: Man hat das Gefühl, mit seinem Schicksal nicht allein zu sein. - Felix Kästle/dpa/dpa-tmn

    Die Gruppen können ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein. Einige bestehen nur aus Patienten mit der gleichen Problematik, andere sind bunt gemischt.

    Gemeinsam haben die Gruppen, dass sie – anders als Selbsthilfegruppen – von einem Therapeuten angeleitet werden.

    Wechsel zur Einzeltherapie ist möglich

    Was ist mit der Sorge, dass die eigenen Probleme, die man in der Therapiesitzung teilt, weitergetratscht werden könnten? Alle Anwesenden verpflichten sich vorab schriftlich zu Verschwiegenheit.

    Übrigens: Wenn man feststellt, dass die Gruppentherapie doch nichts für einen ist, kann man in der Regel auf eine Einzeltherapie umsteigen. Beide Therapieformen können auch kombiniert werden.

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