Nach einer Erkältung klingt die Stimme oft heiser und rau. Haben sich Knötchen auf den Stimmlippen gebildet, braucht es manchmal mehr als Schonung.
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Eine heisere Stimme kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal stecken kleine Knötchen auf den Stimmlippen dahinter. - Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Stimmlippenknötchen können eine Ursache für Heiserkeit sein.
  • Die gutartigen Knötchen entstehen bei zu starker Belastung der Stimmlippen im Kehlkopf.
  • Erleichterung bringt bereits das Schonen der Stimme, oder auch eine Stimmtherapie.

Eine heisere oder raue Stimme kann verschiedene Ursachen haben – eine Erkältung zum Beispiel. Manchmal können sich aber auch Knötchen auf den Stimmlippen im Kehlkopf gebildet haben, schreibt das Portal «Gesundheitsinformation.de».

Diese sorgen für einen veränderten Stimmklang und eine oft tonlos wirkende Stimme.

Weiteres Symptom für Stimmlippenknötchen: Wenn Töne nicht mehr so lange gehalten werden können wie zuvor. Auch sehr hohe oder tiefe Töne können nicht gesprochen oder gesungen werden.

Schonen der Stimme oder Stimmtherapie als Massnahme

Helfen tut in diesem Fall oft schon ein Schonen der Stimme und die gutartigen Knötchen verschwinden wieder.

Ermüdet die Stimme hingegen schnell, kann eine Stimmtherapie helfen, diese belastbarer und tragfähiger zu machen.

Illustration zwei Vögel Noten
Wenn ich ein Vöglein wär... Heiserkeit ist ein vor allem menschliches Phänomen. - Pixabay

In seltenen Fällen hilft aber nur noch eine Operation.

Diagnostiziert werden die Knötchen durch Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) oder Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen (Phoniatrie und Pädaudiologie), welche die Stimmlippen mithilfe einer Kehlkopfspiegelung unter die Lupe nehmen.

Dafür wird ein Endoskop (Laryngoskop) benutzt, gegebenenfalls wird die Schleimhaut dafür vorher örtlich betäubt.

Manche Berufsgruppen besonders gefährdet

Besonders gefährdet sind dabei Menschen, die viel mit der Stimme arbeiten oder gegen einen hohen Lärmpegel ansprechen müssen, wie etwa Lehrpersonal oder Sänger.

Aber auch wenn Kleinkinder viel schreien, kann das Gewebe übermässig strapazieren, wodurch sich sogenannte Schreiknötchen bilden.

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