Trafic E-Tech: Renaults Transporter der Zukunft

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Der Trafic E-Tech zeigt, dass die Elektromobilität den Anforderungen harter Lieferjobs gewachsen ist. Intelligente Software bietet dabei praktischen Mehrwert.

Renault e Trafic
Als erster Renault-Transporter nutzt der Trafic E-Tech eine 800-Volt-Architektur für ultraschnelles Laden. - Renault

Der Arbeitsalltag im Schweizer Lieferdienst gleicht oft einem Wettlauf gegen die Zeit. Jede Minute an der Ladesäule kostet Unternehmen Geld und Flexibilität.

Auf der Fachmesse Solutrans 2025 präsentiert Renault nun eine technische Lösung, die das Flottenmanagement effizienter gestalten soll. Dabei wird das Fahrzeug nicht mehr nur als reiner Warentransporter betrachtet, sondern fungiert als intelligenter Knotenpunkt im digitalen Logistiknetzwerk.

Schnelles Laden dank 800-Volt-Technik

Das Herzstück des neuen Modells bildet die innovative 800-Volt-Architektur. Diese Technologie, die bislang vorwiegend hochpreisigen Personenwagen vorbehalten war, ermöglicht im professionellen Einsatz extrem kurze Standzeiten:

Renault e Trafic
Sein Wendekreis ist mit nur 10.3 Metern auf dem Niveau eines Kleinwagens (Clio-Klasse). - Renault

An einer Schnellladestation lässt sich der Akku in nur 20 Minuten von 15 auf 80 Prozent füllen. Damit gewinnt der Fahrer in einer kurzen Pause rund 260 Kilometer Reichweite zurück – für Kurierdienste und Handwerker eine massive Erleichterung im dichten Terminkalender.

Massgeschneidert für Schweizer Städte

Bei den Abmessungen haben die Ingenieure die engen urbanen Verhältnisse berücksichtigt. Mit einer Bauhöhe von exakt 1.90 Metern passt der Van problemlos in die meisten gängigen Tiefgaragen und Einstellhallen.

Renault e Trafic
Trotz seiner Grösse bleibt der Trafic E-Tech parkhaustauglich. - Renault

Dies ist für Schweizer KMU ein entscheidender Vorteil bei der täglichen Arbeit in Innenstädten. Trotz der kompakten Aussenmasse bleibt die Ladekapazität hoch:

Der Transporter bewältigt eine Nutzlast von bis zu 1.25 Tonnen. Auch Euro-Paletten lassen sich bequem durch die grossen seitlichen Schiebetüren verladen.

Kraftvoller Antrieb aus Europa

Unter der Haube arbeitet ein neu entwickelter Elektromotor mit 150 kW Leistung, der ein Drehmoment von 345 Newtonmetern bereitstellt. Selbst bei schwerer Beladung oder auf topografisch anspruchsvollen Strecken verfügt der Stromer damit über genügend Reserven.

Renault e Trafic
Dank Vehicle-to-Load (V2L) kann der Transporter externe Geräte mit Strom versorgen. - Renault

Zudem überzeugt das Fahrzeug mit einer Anhängelast von zwei Tonnen. Die Produktion der Batteriezellen erfolgt vollständig in Europa, die Endmontage des Vans findet im französischen Werk Sandouville statt.

Softwarebasierte Fahrzeugarchitektur

Als erstes Nutzfahrzeug der Marke nutzt dieser Renault die neue «Software Defined Vehicle» (SDV)-Architektur. Diese Plattform erlaubt «Over-the-Air»-Updates für das gesamte Fahrzeugsystem über die komplette Lebensdauer hinweg.

Renault e Trafic
Das Ladevolumen liegt je nach Variante zwischen 5.1 und 5.8 Kubikmetern. - Renault

Der Transporter bleibt technisch aktuell und erhält neue Funktionen direkt über das Netz. Für Flottenmanager entfällt zudem der Einbau separater Hardware-Boxen für die Telematik:

Fahrer identifizieren sich beim Einsteigen digital, woraufhin das Fahrzeug automatisch das passende Profil lädt.

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Kommentare

User #3113 (nicht angemeldet)

Warum nicht 2m hoch? Das Tiefgaragenargument mit 1.90 ist lachhaft.

User #6128 (nicht angemeldet)

Na dann gerne nochmal eine Information an Leute, die immer noch glauben, dass Verbrenner eine Zukunft haben. Aber was ist in den letzten 10 Jahren bei Akkus passiert? 1. Die Preise pro kWh Batteriekapazität um das 20ig-fache von 1000 Dollar auf 50 Dollar gefallen. 2. Die Energiedichte hat sich mindestens verdreifacht. 3. Die Schnelladefähigkeit sich nahezu verzehnfacht. 4. Die Lebenserwartung hat sich von rund 250'000 Kilometer auf über 1 Million Kilometer vervierfacht. Ich denke, den Rest kann man sich selber zusammen reimen. Aber was es wirklich noch braucht, ist eine Ladeinfrastruktur für Mieter, die auch funktioniert. Dann gibt es kein halten mehr, denn moderne Elektroautos werden in jedem Bereich schon sehr bald viel günstiger und sogar werthaltiger sein wie ein Verbrenner.

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