Tesla: Aus für Model S & X – Fokus auf Roboter

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Tesla stellt die Produktion der Premium-Stromer ein! Elon Musk setzt radikal auf KI: Das Werk in Fremont baut künftig Optimus-Roboter statt Luxus-E-Autos.

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Kann die Idee, statt E-Autos Roboter zu bauen, wirklich funktionieren? - Depositphotos

Der US-Elektropionier Tesla steht vor einem gewaltigen Umbruch: Elon Musk hat das Ende einer Ära für die Premium-Modelle angekündigt.

Lange Zeit galten das Model S und das Model X als technologische Speerspitzen der Elektromobilität. Nun müssen die luxuriösen Stromer jedoch radikalen Visionen für die Zukunft weichen.

Tesla Model S, Produktfoto
Pionier der E-Mobilität: Das Model S markierte 2012 den weltweiten Durchbruch für alltagstaugliche Elektro-Luxuslimousinen. - Tesla

In der Fabrik in Fremont herrscht bald eine völlig neue Dynamik. Der Fokus verschiebt sich weg vom klassischen Fahrzeugbau hin zur Robotik.

Warum die Produktion im Sommer 2026 endet

Die Entscheidung von Tesla markiert einen harten Strategiewechsel für den Konzern. Ab Sommer 2026 rollen keine neuen Model S und Model X mehr vom Band.

Firmenchef Elon Musk bezeichnet diesen Schritt als eine Art ehrenvolle Entlassung der Fahrzeuge. Die Verkaufszahlen der Luxusmodelle machten zuletzt nur noch rund drei Prozent des Gesamtgeschäfts aus.

Inzwischen dominieren das Model 3 und das Model Y fast den gesamten Absatz weltweit. Für Tesla ist der Betrieb der alten Fertigungslinien schlicht nicht mehr rentabel genug.

Roboter statt Luxusautos in der Fremont-Fabrik

Der freiwerdende Platz in der kalifornischen Fabrik bleibt keineswegs ungenutzt oder leer. Tesla plant dort die massive Produktion des humanoiden Roboters namens Optimus.

Tesla Optimus
Vollautonome Vision: Optimus nutzt dieselben Kameras und KI-Algorithmen wie die Tesla-Fahrzeuge, um seine Umgebung in Echtzeit zu navigieren. - Par Ulkl

Diese Maschinen sollen künftig eintönige oder gefährliche Aufgaben für Menschen übernehmen. Musk sieht in der Robotik das grösste Potenzial für das zukünftige Firmenwachstum.

Die Umstellung der Produktionsstrassen erfordert enorme Investitionen in Milliardenhöhe für neue Anlagen. So verwandelt sich das Autowerk schrittweise in ein modernes Robotik-Zentrum.

Was bestehende Besitzer jetzt wissen müssen

Besitzer eines aktuellen Model S oder Model X brauchen laut Tesla keine Angst vor mangelndem Support zu haben. Der Hersteller verspricht weiterhin technische Unterstützung und Ersatzteile für die bestehende Flotte.

Software-Updates kommen auch in Zukunft über die Mobilfunkverbindung direkt ins Cockpit. Wer noch einen Neuwagen dieser Baureihen ergattern möchte, sollte allerdings schnell handeln.

Tesla Model X, Produktfoto
Ehrenhafter Abschied: Musk bezeichnete das Produktionsende als «Honorable Discharge» (ehrenhafte Entlassung) für die Fahrzeuge, die den E-Auto-Markt revolutioniert haben. - Tesla

Die Bestellfenster schliessen sich vermutlich bereits einige Monate vor dem endgültigen Produktionsstopp. Nach dem Sommer 2026 gibt es diese Modelle nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Fokus auf Autonomie und den Massenmarkt

Tesla konzentriert seine Kräfte nun voll auf das autonome Fahren und günstigere Modelle. Das geplante Robotaxi soll die urbane Mobilität in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Hierfür nutzt der Konzern die Erfahrungen aus der Entwicklung der speziellen Selbstfahr-Software. Auch eine neue, preiswertere Fahrzeugplattform steht für die nahe Zukunft auf dem Plan.

Das Ziel ist die Demokratisierung der Elektromobilität für eine breite Käuferschicht weltweit. Die Luxusnische der Premium-Modelle passt nicht mehr in diese gross angelegte Vision.

Kommentare

User #2124 (nicht angemeldet)

Wer heute noch einen Tesla kauft, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Boycott Tesla!

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